Ein weiterer Artikel über die Situation für antirassistische Fuballfans in Leipzig

“Die Angst vor dem Auswärtsspiel”

“Er ist Fußballfan aus Leipzig – und er ist links. Das reicht oft schon, um seine Gesundheit zu riskieren. Aber Markus S. will sich nicht diskriminieren lassen

Eigentlich hatte nichts darauf hingedeutet, dass die Dinge so eskalieren könnten: Sicher, ein paar Störer hatte man schon erwartet, aber das wäre nichts Besonderes gewesen. Nicht bei einem Auswärtsspiel von Roter Stern Leipzig. Der Ordner am Eingang, der seinen Leuten zuraunte „So viele Zecken“, war ein Mensch, wie man ihn bei Spielen in der Provinz oft trifft – und das Gerücht, dass sich ein gutes Dutzend Rechte auf dem Marktplatz versammelt hatten, machte auch niemandem Angst. Was wollten die schon anrichten? Plötzlich aber tauchte aus einer Seitenstraße vor dem Stadion eine Wand aus Menschen auf, viele mit Eisenträgern bewaffnet. Markus S. weiß noch, dass er davonrannte. Aus dem Augenwinkel konnte er sehen, wie die ersten Roter-Stern-Anhänger zusammengetreten wurden. In diesem Moment pfiff der Schiedsrichter das Spiel an.

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Sternfans solidarisieren sich mit Betroffenen von Naziübergriffen in der Ukraine und Russland

Nach bekannt werden des Angriffs in der Ukrainischen Premier League. Zeigten sich die Fans des Roten Sterns am 22.8.2010 gegen SV Concordia Schenkenberg,  solidarisch mit den Fans von Arsenal Kiev und FC Karelien-Discovery. Doch lest und seht selbst:

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(Nichts) Neues aus der der Barbarei

So kurz vor dem neuen Saisonbeginn möchten wir euch auf den Artikel “Ein Ort in Angst – „Wenn wir das Haus wegfliegen könnten, wären wir schon lange weg“” im Störungsmelder von Zeit.de hinweisen.

Der Name des Ortes um den es geht ist auch uns bekannt. Dabei ist es allerdings völlig egal, um welchen Ort es genau geht, denn die nehmen sich bekanntermaßen nicht viel. Die Zustände, die im Artikel beschrieben werden, lassen sich in unterschiedlicher Ausprägung in fast allen Orten der sächsischen Provinz finden. Oder in den sächsischen “Groß”-Städten oder eben in Dortmund oder sonstwo in Deutschland oder Polen, Italien, Tschechien, Russland, usw. (usw., usw., usw.)

Wir empfehlen auch die Kommentare zum Artikel. Dort zeigt mensch sich erschüttert und empört und fordert “hartes Durchgreifen”, et cetera. Wir wundern uns überhaupt nicht und sind schon zu oft “erschüttert” worden. Wer das Glück hat außerhalb dieser “national befreiten Zonen” zu leben und denkt es handle sich hier im einen “extremen Zustand”, dem sei empfohlen einfach in irgendeine Stadt/Dorf in Sachsen zu fahren und dort mal zu zweit “gleichgeschlechtlich”-händchenhaltend über den Marktplatz zu gehen. Auch ein T-Shirt mit nem Aufdruck “Laut gegen Nazis” oder ähnliches, wird über kurz oder lang zu Pöbeleien bis hin zu Übergriffen durch Einwohner_innen führen. Versprochen!



Ein Ort in Angst – „Wenn wir das Haus wegfliegen könnten, wären wir schon lange weg“

Von Störungsmelder 24. Juli 2010 um 08:26 Uhr

Zeichen in der Alltagskultur: Zigarettenautomat mit rechtsextremem Dekor Foto: © ngn / sr

Was bedeutet das Schlagwort der “national befreiten Zonen” praktisch? Wie lebt es sich, wenn man Grundstücksnachbar einer führenden Nazi-Familie im Ort wird? Oder wenn eine Familie zum Ziel rechtsextremer Angriffe wird, weil ein Sohn Musik in einer Band macht? Wenn man sich nachts nicht mehr auf die Straße traut, weil dort die Rechtsextremen Streife fahren? Ein Ortsbesuch in XX*, einer knapp 5.000-Einwohner-Stadt in Sachsen. ‘(Nichts) Neues aus der der Barbarei’ weiterlesen

Chris R. – Prozessbericht

Heute war der letzte Tag im 5. “Brandisverfahren” gegen Chris R.  Er war einer der ersten die vom Spiegel Magazin “interviewt” wurden. Und hier sehen wir Chris R. (ab 3:07) in bzw. vor seinem Element: dem Schweinzuchtbetrieb, wo er laut Zeugnis seines Arbeitgebers, sehr fleißig arbeiten würde.

Doch damit ist es jetzt erstmal vorbei, denn das schmale Mitglied der Nazikameradschaft Terror Crew Muldetal oder auch Schweinezüchter/Nazibarde/schwereKindheitOpfer fährt jetzt erstmal ein. Der Richter formulierte das folgendermaßen: “…und wer das nicht kapiert ‘Chris R. – Prozessbericht’ weiterlesen

Wer Deutschland liebt…

….kann ja auch gleich zum Roten Stern kommen.

Wir möchten euch auf die Berichte vom Roter Stern Cup 2010 in Berlin hinweisen. Die Menschen vom Roten Stern Nordost Berlin richteten dieses Fußballfest am vergangenen Wochenende aus, wofür ihnen definitiv gedankt werden sollte – trotz der teilweise sehr “undankbaren” angereisten Vereine, die dem Namen und Anspruch “Roter Stern” in keinster Weise gerecht werden. Mit diesen “Vereinen” hätte wohl selbst Süptitz kein Problem gehabt. Wir dafür umso mehr.

Ansichten aus dem Zelt beim Spiel Deutschland vs. Argentinien

Das aber nicht immer “Roter Stern” drin ist, wo “Roter Stern” drauf steht, zeichnete sich schon 1min nach Ankunft ‘Wer Deutschland liebt…’ weiterlesen

Erklärung zur Nichterreichbarkeit

Wie es bestimmt 3-5 Menschen aufgefallen ist, war unser Blog seit heute vormittag um 12Uhr nicht erreichbar. Das lag daran das ein Mensch der auf diesem Blog erwähnt wurde, damit nicht einverstanden war und dies mit der Verletzung seines Persönlichkeits begründete. Wir haben das korrigiert und sind wieder online.

Vielleicht taucht der Name (wir sagen jetzt nicht welcher) ja mal in einem Prozessbericht mit ner dicken Freiheitsstrafe auf. Wäre ja nicht der erste dem es so ergeht!

Gabriel S. – Prozessbericht

Einen Prozessbericht gibt es noch nicht, da das Verfahren gegen Gabriel S. zum Schöffengericht weitergegeben wurde. Die Verhandlung hat heute also nicht statt gefunden.

Sobald die neuen Gerichtstermine bekannt sind, werden wir die hier veröffentlichen.

“Benefizspiel, wofür eigentlich nochmal?”

Hier wollen wir mal unseren Flyer zum Benefizspiel, Roter Stern vs. BSG Chemie veröffentlichen:

Am 24.10.2009 wurde das Bezirksklassespiel zwischen dem FSV Brandis und Roter Stern Leipzig kurz nach Anpfiff von Neonazis/Hooligans überfallen. Die ca. 50 Angreifer gingen brutal mit Holzlatten, Eisenstangen, Stahlprofilen, Steinen und Feuerwerkskörpern gegen die Fans, Vereinsvertreter_innen und Spieler des RSL vor. Während des Angriffs waren die RSL-Anhänger_innen auf sich selbst gestellt, glücklicherweise konnten die Sterne die Nazis/Hools zurück drängen. Bei dem Angriff wurden drei Personen schwer verletzt, mehrere Personen erlitten leichte Verletzungen, von den traumatischen Erlebenissen bei allen Anwesenden ganz zu schweigen. Eine Person wurde so schwer verletzt, dass sie für immer unter den Folgen zu leiden hat. Hauptsächlich dafür wird Geld gesammelt, weil Behandlungen und Verdienstausfall immer anhalten werden.

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Alexander L. – Prozessbericht

Neben Chris R., dessen Verhandlung ausgesetzt ist, wurde heute auch gegen Alexander L. verhandelt. L. tat sich in Brandis auch gleich dadurch hervor, sich als erster aus dem Nazimob zu lösen und bis auf ein paar Meter an die RSL Fans zu gehen und diese zu taxieren, wohl in der Hoffnung diese würden sich provozieren lassen. Aber wer sich einem bewaffneten Nazimob gegenüber sieht, hat wenig Kapazität für Provokationen einzelner “Dummer”.

Apropos: “die Dummen kommen”. (Zitat: Stadionsprecher Brandis kurz vor Eintreffen des Nazimobs). L. erfüllt diese Bezeichnung tatsächlich. Mehrfach wurde von Staatsanwaltschaft, den Klägerer_innen und der Verteidigung erwähnt, dass er “ohne ihm zu nahe treten zu wollen” und “er das nicht persönlich nehmen darf”, ja schon ein wenig – nun ja – dumm wäre. Das wurde dann mit den schönen Wörtern “fehlende Reife” ‘Alexander L. – Prozessbericht’ weiterlesen

BSG Chemie und der RSL Spenden an den FSV Brandis?!

Es geht um ein Freundschaftsspiel zwischen Roter Stern Leipzig und der BSG Chemie am 20.6.10 um 14Uhr im Sportpark Dölitz (also beim RSL). Die Plakate dafür sehen so aus:

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