Handlungsreisende in Sachen Toleranz

Zum folgenden Artikel kann mensch wohl das gleiche sagen, wie Adam Bednarsky über Mügeln. Die Presseberichterstattung über den RSL hat sich bewegt – in den letzten 2 Jahren.
Wer hier aber „Rechtsaußen“ eine „Manndeckung“ gibt, bleibt ungeklärt.

Zum Artikel „Manndeckung für Rechtsaußen“ aus der Stuttgarter Zeitung, 08.04.2012.

Brandis lässt von sich hören

Lang hatten wir schon nichts mehr von Brandis gehört. Doch nun meldet sich die Dorfgemeinschaft östlich von Leipzig, mit neuen (und dennoch bekannten) Hits in der Naunhofer Parthelandhalle zurück.

Beim Hobbyfußball-Turnier „Raiba-Cup“ in der Naunhofer Parthelandhalle sind am Wochenende rechtsradikale Schmähgesänge angestimmt worden. Wie die Polizei mitteilte, erklangen am Samstagmorgen gegen 0.30 Uhr während des Spiels einer Brandiser Auswahl Lieder mit volksverhetzendem Inhalt.

Die Beamten griffen ein und stellten die Identität der Täter innerhalb einer zwölfköpfigen Fangruppe fest. Der Veranstalter des Hobbyturniers sprach den mutmaßlichen Neonazis ein Hausverbot aus und erstattete Anzeige.

Quelle: Oschatzer Allgemeine – Rechtsradikale Schmähgesange bei Hobbyfußball-Turnier in Naunhof

Der Veranstalter bestätigte übrigens gegenüber Chronik.LE, dass die Rufe von Leuten aus Brandis kamen. Demnach wurde das sächsische U-Bahn-Netz um einen weiteren Haltepunkt in Naunhof erweitert. Sachsen hat bereits das weltgrößte U-Bahnnetz, Tatort Brandis berichtete.

Leider neigen viele Menschen zu unzulässigen Verallgemeinerungen. So auch diesmal ein findiger Onlinejournalist der LVZ, der bemüht war, eine  kleine Zusatzinformation an diese Meldung zu basteln. Tatort Brandis klärt wie immer auf! Der LVZ-Bericht geht folgendermaßen weiter:

Vor drei Jahren war der Brandiser Fußball schon einmal in die Schlagzeilen geraten, als bei einem Bezirksliga-Spiel von Roter Stern Leipzig beim FSV Brandis etwa 50 Neonazis aufs Feld stürmten und die Leipziger Spieler und Fans mit Holzlatten und Eisenstangen attackierten. Bei dem brutalen Überfall waren vier Menschen zum Teil schwer verletzt worden.

Eine unzulässige und journalistisch unterirdische Verknüpfung von verfaultem Apfel und brauner Birne! Wir berichtigen hier gern: Bei dem Hallenturnier in Naunhof spielten Freizeitmannschaften – demzufolge haben Mannschaft wie Anhänger_innen selbiger natürlich NICHTS mit dem FSV Brandis zu tun! Zumindest nicht zwangsläufig.

Viel naheliegender wäre doch folgendes: Selbes Turnier in Naunhof wurde vor zwei Jahren schonmal von Nazis besucht. Damals konnte sich die Polizei noch nicht durchringen, Neonazi-Gesänge als „rechtsradikale“ zu bezeichnen, vielmehr handelte es sich damals noch um „provokative Sprüche“ (Wer hat hier seine Sprache verändert?). Und: „Unter den provozierenden Personen haben sich nach Angaben des Veranstalters ’stadtbekannte Jugendliche aus Brandis‘ befunden“, so auch Mitglieder der lebensbejahenden Volksmusikgruppe „Hardcore Brandis„.

 

Wobei… Liebe LVZ: eine kleine Nachfrage beim „Pressesprecher“ des FSV Brandis kann eigentlich nie schaden. Von dem haben wir auch schon lange nichts mehr gehört!

Prozessbericht: Lars H., Toni D., Benjamin R., Riccardo S.

Gestern wurden am Amtsgericht Grimma 4 weitere Brandistäter verhandelt.
Lars H., der jüngste der Angreifer die sich vor Gericht verantworten mussten, hatte sogar seine Mama mitgebracht. Diese wollte aber auch auf Nachfrage der Richterin nichts zu den „Freizeitaktivitäten“ ihres Sohnes sagen. Da war sein Rechtswanwalt Thomas schon engagierter. Dieser gehört zu einer RA Kanzlei die in rechten Kreisen sehr beliebt ist. [Gamma #189: „Rechts-Staat: Leipziger Anwälte verteidigen Nationalsozialismus“]

‚Prozessbericht: Lars H., Toni D., Benjamin R., Riccardo S.‘ weiterlesen

RBB über Terror Crew Muldental

Der RBB hat mal zusammengefasst, wie die sächsische Justiz organisierten Nazischlägern in Sachsen zu Leibe rückt.
Mit dabei: die Nazischläger und Brandistäter der „Terror Crew Muldental“.

Mein bester Freund, das ist nicht irgendwer

mein bester Freund, das ist nicht Thomas D.
Mein bester Freund, das ist nicht irgendwer.
Mein bester Freund ist Thomas G.
(alternative Strophe zum Prinzen Song „Mein bester Freund“)

Bis vor wenigen Tagen pflegten Jamal Engel, Vorstand und wahlweise auch Pressesprecher der SG LL und der Thüringer Nazikader Thomas Gerlach eine „gute Bekanntschaft“. Im Oktober diesen Jahres ließ Engel sich von Gerlach interviewen (siehe Interview auf lucka-supporters.blogspot.com).
Das Gerlach ein ausgewiesener Nazis ist, war auch vor den aktuellen „Enthüllungen“ an diversen Stellen im Internet hinlänglich dokumentiert

Für Jamal Engel war es nie ein Problem das Thomas Gerlach, laut Landesregierung Sachsen „eine Person[…]die dem Freien Netz Mitteldeutschland zugeordnet werden kann“ (TatortBrandis: Die Regierung antwortet auf Pokalspiel), zu Spielen der SG LL geht.  [Foto: Gerlach bei einem SG LL Spiel via chemieblogger.de] ‚Mein bester Freund, das ist nicht irgendwer‘ weiterlesen

Marmor Stein und Eisen bricht…

An dieser Stelle dokumentieren wir einen Artikel, den wir im Kiezkicker gefunden haben.

Marmor Stein und Eisen bricht…

Das der Rote Stern ein besonders liebevolles Verhältnis zur Polizei hätte, haben wohl in 12 Jahren Vereinsgeschichte nur die wenigsten so unterschrieben. Dennoch hat sich in den letzten 2 Jahren in dieser Beziehung einiges getan. Nach unserem Auswärtsspiel in Naunhof am 6.11.2011 wurde diese s Verhältnis wieder auf Anfang gesetzt.
Eine etwas andere Liebesgeschichte.

Man lernt sich kennen

Nach dem Überfall von 50 Neonazis auf uns vor 2 Jahren beim Bezirksklassespiel gegen Brandis geriet die Polizei unter Druck. An diesem Tag kam die Polizei zu einer ungewöhnlichen Gefahreneinschätzung und „sicherte“ dieses Spiel mit gerade mal meiner Handvoll Bürgerpolizisten ab. Seitdem wurden die Auswärtsspiele des RSL in der sächsischen Provinz regelmäßig von einer stattlichen Zahl von Beamten der Bereitschaftspolizei begleitet. Ganz klar: Ein zweites Brandis wollten und konnten sie sich nicht leisten, offiziell mussten die Fans des RSL von nun an beschützt werden. Auswärtserfahrungen wie Mügeln und Schildau 2010 bestätigten: Nazis freuen sich auf das Erscheinen des RSL in ihrer Homezone, die Polizei ist von nun ständiger Begleiter des RSL. ‚Marmor Stein und Eisen bricht…‘ weiterlesen

Den Stern unterstützen

Hier auch mal was für euch, wenn ihr den Stern unterstützen wollt. Bei der 1. Sache geht es um die E-Jugend und es ist auch ziemlich einfach:

(http://www.facebook.com/RSL99/posts/10150466593378054)

Die E-Jugend des RSL kann eines von 144 Förderpaketen gewinnen, wenn fleißiggeklickt wird. Es müssen weder Namen noch Adressen oder ähnliches angegebenwerden. Es wäre toll, wenn ihr uns unterstützen würdet. Das ganze geht so:

www.sportfoerderung-reifen.com

 

Und das Andere findet sich hier:

https://verein.ing-diba.de/sport/04277/roter-stern-leipzig-ev

Die ING-DiBa fördert Ihr Engagement im Verein! Von Sport über Kultur bis Jugendarbeit: Wir spenden je 1.000 Euro an die beliebtesten 1.000 Vereine. Welche das sind, bestimmen Sie mit Ihrer Stimme!

dort muss mensch leider eine E-Mailadresse abgeben um abstimmen zu können.

Eure Entscheidung ob ihr Bock auf sowas habt und den Stern supporten wollt.

Die Regierung antwortet auf Pokalspiel

Miro Jennerjahn von den Grünen hat eine kleine Anfrage im sächsischen Parlament gestellt. Die Fragen beziehen sich auf die Geschehnisse beim Pokalspiel des RSL gegen SG LL.

Die Regierung hat nun geantwortet [pdf].

Kurz zusammen gefasst:

  • Die Polizei hat die Rufe auch gehört und evtl. auch dokumentiert
  • Sie wissen auch das Thomas Gerlach da war (…Person[…]die dem Freien Netz Mitteldeutschland zugeordnet werden kann.)
  • Und es gibt bisher 6 Ermittlungsverfahren u.a. wegen Hitlergruß, Kühnengruß, Doppelsigrune, Vermummung
  • Die Fans der SG LL werden NICHT vom VS beobachtet

Leseempfehlung: Reine Provokation von M. Puppe

Zehn Tore in einem Pokalspiel sind ja schließlich auch wirklich etwas Besonderes – im Gegensatz zu braunen Hasstiraden am Rand von sächsischen Fußballplätzen, speziell bei Gastspielen von Roter Stern Leipzig.

Matthias Puppe hat die Vorkommnisse des Auswärtsspiels von Roter Stern Leipzig gegen den Bornaer SV in seinem LVZ Blog aufgegriffen. Er zeigt die Parallelen zum Pokalspiel RSL gegen SG LL  auf und beschreibt – wie wir finden – ganz treffend, wie sich die Situation für den RSL in letzter Zeit entwickelt hat. Das Engel keine Probleme mit Fußballnazis a la Gerlach hat, aber große Probleme in der Existenz von Roter Stern Leipzig sieht, wird von Puppe zu Recht kritisiert.

Unbedingte Leseempfehlung: „Reine Provokation“ von Matthias Puppe im LVZ Blog

Alleine die zahlreichen Kommentare adeln den Text. Neben den Drohungen „Ich kündige mein Abo, wenn ihr weiter so berichtet…“ – nämlich nicht meinen Ansichten entsprechend -, gibt es natürlich wieder den üblichen Schlagabtausch zum Thema „Ihr macht unsern Fußball kaputt“.

 

Prozessbericht: Gerd L., Rene P.

Gestern fand in Grimma ein Prozess gegen weitere Angreifer vom Brandisüberfall statt. Angeklagt waren Gerd L. und Rene P..

Der Bericht fällt aus unbekannten Gründen vorerst sehr kurz aus.

Gerd L. wie auch Rene P. zeigten sich geständig.
Gerd L. sitzt derzeit in Haft und möchte die Schadensersatzforderungen in 5€ Raten abzahlen. Er wurde zu 1 Jahr und 6 Monate ohne Bewährung verurteilt.

Rene P. bekam 1 Jahr und 4 Monate zur Bewährung ausgesetzt.