Wir wollten es eigentlich schon lange veröffentlichen, aber es kommt uns immer wieder etwas dazwischen das definitiv Vorrang hat. Aber jetzt ist es soweit.
Letztens, es war ein sonniger Sonntag, spielte der RSL auswärts gegen Süptitz. Wir wurden freundlich empfangen und es waren auch weit und breit keine als Nazis erkennbaren Menschen zu sehen. Eine Singularität in der letzten Zeit! Die Süptitzer_innen zeigten sich aufgeschlossen und diskutierten untereinander (manchmal auch mit uns) über den „linken“ Verein aus Leipzig und „die Sache damals in Brandis“. Unserer Vereinssprecherin wurde das aktuelle Stadionheft übergeben, in dem der Süptitzer Verein seinen Fans erklärte was der RSL ist. Eine Sache die mensch allerorten findet. Meist geht es dann um die Bilanz des Gastvereins und evtl. herrausragende Torschützen, etc. Doch was wir da lasen, machte uns sprachlos. Doch lest das Sueptitz_Stadionheft einfach selbst:
Mal wieder eine Äußerung aus dem Lager der Freunde (bzw. Feinde) des Extremismus und Freunde des Geschichtsrevisionismus. Das das was da steht unfassbar dumme Scheiße ist, von der sich auch jede_r Süptizer_in von uns darauf angesprochen, sofort distanzierte, macht solche „Analysen“ nicht ungefährlicher. Auch wenn mensch sich dort fleißig davon distanzierte, wollte keine_r gewusst haben wer den Text geschrieben hatte.
Die Kritik am Symbol des Roten Stern reicht aber offensichtlich nur soweit, als dahinter „Linke“ vermutet werden. Vielleicht hat es aber auch noch nie eine Heinecken Flasche dort hin geschafft, denn sonst wäre den Süpitzer_innen vielleicht aufgefallen das sich auf dem Etikett, dieses weltweit erfolgreichen Bieres, das Symbol „Kommunistischer Terrorregime“ befindet. Auch Atze Schröder braucht auf Fans aus Süptiz nicht zu hoffen. Denn wer auf Tourplakaten sein Konterfei in einen Roten Stern platziert und darunter der Name der Tour „Revolution“ zu lesen ist, dann muss mensch einfach erkennen das dieser Atze S. ein Sympatisant von Gulag , Pol Pot und sowieso Stalinist ist.
Und nun zur größten Frechheit die sich der RSL jemals erlaubt hat. Denn auf der Fanseite des RSLs steht geschrieben: „Würden wir entscheiden, nicht gegen Neonazis Fußball zu spielen, bräuchten wir kaum noch antreten“. Oh ja, das ist wirklich eine bodenlose Frechheit…vom Textautor. Wir sagen: Oschatz, Brandis, Mügeln um nur mal die krassesten Auswärtsspiele zu benennen, auf denen uns der Hass der Bevölkerung entgegen schlug.
Ja, und andere „Meinungen“ tolerieren wir auch nicht. Das ist schon überheblich und rücksichtslos von uns, das wir Rassismus, Antisemitismus und Homophobie weder im noch außerhalb des Fußballplatzes tolerieren.
Fazit: Das Auswärtspiel gegen Süptiz war wirklich toll und wir hatten den Eindruck willkommen zu sein. Das sich dahinter aber auch ganz andere Einstellungen verbergen, wurde uns diesmal (nur) in gedruckter Form überreicht.

Haarscharfe Analyse würde ich mal sagen. Da hat offensichtlich sich jemand über den Roten Stern Gedanken gemacht und ordentlich recherchiert. Zuerst hatte ich die Titanic dahinter vermutet… Aber scheinbar meint der Autor das Ernst. Aber woher soll er auch wissen, dass es den Roten Stern ursprünglich nur in Jugoslawien gab. Aber wahrscheinlich ist für den Autor Tito auch ein Massenmörder…
Was soll ich sagen? Von Pol Pot heißt siegen lernen?
Ich finde euere Schlussfolgerungen sind auch nicht besser als vom Schreiberlings des Süptizer Programmheftes…
Wie kommt ihr darauf das alle die euch Hass entgegen bringen Neonazis sind?
Ich verabscheue euern Verein auch und bin kein Neonazi…
Da ihr den Sport für euere politische Bühne missbraucht seid ihr in meinen Augen auf einer Ebene mit diesem Faschopack!
Mod: Genau solche Äußerungen wie die deine, macht deutlich wie wichtig eine klare antifaschistische Positionierung und Handlung derzeit ist (und das nicht erst seit Brandis). Und ja, auch im Stadion – gerade da. Was wir bisher so erlebt haben, an Sprüchen, Beleidigungen und Drohungen, ist ja nicht nur präsent wenn wir da sind – sondern jeden Tag.
Wir missbrauchen den Sport nicht. Wir machen gerne Sport und gucken anderen beim Sport machen zu. Und wenn wir, während wir Sport treiben oder anderen dabei zugucken, sehen oder hören das andere Menschen sich diskriminierend gegenüber anderen äußern oder ihnen drohen, dann stellen wir uns hin und weisen darauf hin und kritisieren dies.
Und ja, wir (als Moderation dieses Blogs) sind der Ansicht, das die Leute die uns für unser Engagement „verachten“ wissentlich oder unwissentlich Sympathisanten faschistoiden Gedankenguts sind. Denn die Kritik an uns basiert immer darauf, das unsere „Ächter“ ein Problem mit unserem Problem mit Rassimus, Antisemitismus und Homophobie haben. Und wer ein Problem damit hat das wir das kritisieren, will diese Probleme herunterreden („aber doch nicht in unserem Verein, unserer Stadt, unserem Land“) oder ist einfach selber ein Nationalist, Rassist oder ein homophober Mensch – kurz: ein Nazi.
Und wenn Du sagst, das wir dann in deinen Augen auf einer Ebene mit dem „Faschopack“ (das ist übrigens eine falsche Annahme. Denn von einem abgegrenzten „Pack“ kann hier nicht die Rede sein, ziehen sich diese Einstellungen doch durch alle Bevölkerungsschichten jeden Alters) stehen, dann hast du nicht verstanden wo der Unterschied zwischen dem liegt wofür wir einstehen und für was dein „Faschopack“ steht. Müssen wir dir das wirklich erklären?
Wir möchten dir ans Herz legen nochmal genau darüber nachzudenken warum Du „uns“ verachtest. Du denkst das du kein Nazi bist, aber deine Argumentation geht genau in diese Richtung bzw. lässt gewisse Einstellungen erkennen aus denen Naziideologie besteht oder hinführt.
Den RSL kannst Du als Verein an sich gerne verachten. Wir (die Moderation) mögen manche Vereine auch nicht. Aber wenn Du verachtest wofür wir einstehen, dann…ja dann solltest Du wirklich darüber nachdenken warum du das tust.
die sollten sich mal aktuelle wissenschaftliche zahlen über stalin besorgen dann wissen sie wie heftig der „rote terror“ war
Statt sich mal zu fragen, warum der rote Stern in der Werbung so gut funktioniert, verharmlost ihr die Millionen Toten, die auf das Konto real ausgelebter linker Ideologie gehen.
Oder ist der Rote Stern im Namen eures Vereins etwa auch nur ein Werbetrick und ihr seid garnicht links?
Mod: Tja, warum der Rote Stern in der Werbung so gut funktioniert, wissen wir tatsächlich nicht. Wenn Du diesbezüglich was rausfinden solltest, schreibe uns doch bitte nen comment!
Aber „verharmlosen“ tun wir garnichts. Aber für Abonnent_innEN der Jungen Freiheit und der Zuerst! erklären wir das ungern nochmal: Mit dem was Du als „real ausgelebte linke Ideologie“ bezeichnest, haben wir nichts zu tun. Ganz im Gegenteil!
Alles das was bisher unter dem Label „links“ (ob a priori intendiert oder im Nachhinein als solches kategorisiert) auf diesem Planeten gelaufen ist, entspricht in keinster Weise unseren Ansprüchen. Das fängt bei Hierarchiefreiheit an und hört beim Anarchismus noch lange nicht auf. Wenn Du wirklich mitreden willst, anstatt mit „Vergleichen“ a la „alle reden über Nazideutschland, aber über Gulag und Pol Pot redet keiner“ davon abzulenken was in diesem Laden (anders: in der Gesellschaft in der wir leben) abgeht, dann informiere dich erstmal darüber was wir zu sagen haben und wo wir hinwollen.
Und speziell für dich noch ein Link (Netz gegen Nazis), wo erklärt wird welche Intention hinter solchen Kommentaren wie dem deinen stecken.