1. Prozesstag (17.3.2010)

Der Prozess wurde nach Verlesung der Anklage ausgesetzt, da der verteidigende Anwalt erfolgreich Akteneinsicht beantragte.

2. Prozesstag (20.5.2010)

Nach Verlesung der Anklage wollte der Verteidiger wiederum das Verfahren aussetzen, da er ein Problem damit hatte, dass die bisherige Richterin das Verfahren nicht weiterführen wird (sie geht bald in Rente) und statt der neuen Richterin, deren Vertreterin im Sessel saß. Hintergrund ist wahrscheinlich die Tatsache, dass Robert I. in 6 Tagen genau ein halbes Jahr in U-Haft sitzt und dann, bei ausgesetztem Verfahren, auf freien Fuß käme. Damit hatte er keinen Erfolg.

Eine kleine Überraschung kam dann vom Anwalt Ihbe’s, der verlauten lies, dass sich der Angeklagte heute NOCH nicht (er wiederholte: „heute noch nicht“) zur Sache äußern würde. So langsam scheint den beiden zu dämmern, dass sie aus der Sache nicht mehr rauskommen. Also wird Ihbe wohl in den nächsten Verhandlungstagen gestehen oder zu mindestens das zugeben, was bei den vorherigen Prozessen festgestellt wurde.

Die Belastungszeugen berichteten das, was sie auch schon bei den anderen beiden Prozessen erzählt hatten. Soweit nichts neues.

Der Verteidiger befragte die Zeugen jedes mal zu RSL Spielern die angeblich mit Eckfahnen o.ä. an der Auseinandersetzung beteiligt gewesen sein sollen (so ähnlich steht es wohl im Spielbericht des damaligen Schiris). Das konnte aber keiner der Zeugen bestätigen. Des weiteren fragte er immer wieder nach RSL Fans die sich im Laufe des Überfalls selber bewaffnet hätten bzw. sich vermummt hätten. Das einige der Angegriffenen in der Panik, rumliegende Hölzer oder ähnliches aufgenommen hätten wurde z.T. von Zeugen bestätigt. Auch fragte er immer wieder nach einem eventuellen Anteil an „gewaltbereiten Menschen“ unter den RSL Fans, „die garnicht wegen des Fußballs zu Spielen gehen würden“. Daraufhin antwortete mensch ihm, dass dem nicht so sei und er sich ja gerne mal ein Heimspiel angucken könne um sich selbst davon zu überzeugen (…wohl kaum!).

Als dem Anwalt aber garnichts mehr einfiel,  schoss er den Vogel ab und fragte, ob es denn stimme, dass der Verein von Autonomen „benutzt“ würde, die ja da bekanntermaßen wohl in der Szene vorhanden wären. Eine zufriedenstellende Antwort erhielt er darauf natürlich nicht.

Die Richterin wirkte, als könne sie sich das Ausmaß überhaupt nicht ausmalen und fragte nach Sachen die mensch als Opfer des Überfalls wohl schon unter Verhöhnung verbuchen könnte. So zeigte sie tatsächlich auf eine Luftbildaufnahme vom Brandiser Sportplatz und fragte einen Zeugen, warum mensch denn nicht einfach am Rand entlang weg gegangen sei. Der Zeuge erklärte, dass mensch wie in einer Sackgasse stand und nur die Flucht nach vorn blieb. Als ein Zeuge erwähnte, dass in der Menge der RSL Fans, in die Steine und Eisenprofile flogen, auch Frauen und Kinder waren, wirkte sie zum ersten mal etwas entsetzt.

3. Prozesstag (26.5.2010)

Der ausführliche Bericht findet sich bei „Wieder einer Weniger! Hauste rein Robert!

4. Prozesstag (31.5.2010)

Bericht folgt.

Kurzfassung: Ihbe’s Anwalt fordert Freispruch und Ihbe selber hält sich für unschuldig. Die Richterin verknackt ihn zu 2 Jahren und 10 Monaten o.B. (Von einer Berufung ist auszugehen)