Heute ist es genau 1 Jahr her, dass das Fußballspiel von Roter Stern Leipzig in und gegen Brandis, von ca. 50 Nazischlägern gezielt überfallen wurde. Einige Betroffene werden die physischen, wie psychischen Auswirkungen des Überfalls noch lange und zum Teil lebenslang mit sich tragen müssen. Einige Täter wurden schon verurteilt, andere warten noch auf ihren Prozess.
Und wärend sich hierzulande Brandistäter als „Security“ auf hiesigen Festivals oder beim Familienfest der LVB verdingen, werden Linke Fans in der Ukraine und Russland von Nazihools mit Äxten angegriffen.

Und immer, und immer wieder: „Politik raus aus dem Stadion“, „Die sind nicht von hier/haben wir hier noch NIE gesehen“, „Das schadet dem Ansehen des Vereins/der Stadt“, „…möchten wir sie als Verein darauf hinweisen, das wir keinerlei politische Äußerungen, inklusive Transparente mit politischen Äußerungen auf unserem Fußballplatz dulden werden“, „Man solle zwischen Politik und Fußball unterscheiden.“, „Ich kenne ihn nur als Fußballer und weiß nicht, was er in seinem privaten Leben macht“ und so weiter und so fort.

Ein Jahr danach: Heimspiel RSL gegen ESV Delitzsch. Es ist zweite Halbzeit. Fans des RSL entrollen eine Tapetenrolle. Auf der steht „24.10.09 – Never forget“. Es wird still unter den Fans. Das Spiel läuft weiter. Ein Delitzscher Spieler, der den Schriftzug liest, sagt zu einem RSL Spieler: „Das geschieht euch recht, Zeckenpack!“.

Wirgeben keine Ruhe