Das Spiel am vergangenen Sonntag gegen SV Rot Weiß Mehderitzsch, bot neben dem 2:1 Sieg für den RSL (Spielbericht), weitere Highlights. Unter blauem Himmel, bei geradezu spätsommerlichen Temperaturen, zündeten Fans Nebel und Leuchtfeuer (hier anzusehen) und neues Liedgut („…Leute lasst euch sagen, Mehderitzsch ist geschlagen!“ zur Melodie von „Kling Glöckchen“) gab es auch zu hören. Nach Abpfiff durften sich die Mehderitzscher Spieler ihre Vereinshymne, aus den Mündern hunderter RSL Fans anhören. Der Text saß (bzw. stand im Kiezkicker), die Melodie ebenso und die Mehrderitzscher fanden das wohl ganz lustig.

Ein weitere Besonderheit (oder eher eine Seltenheit im Fußball) war die Schiedsrichterin, die das Spiel pfiff. Der Anteil an Schiedsrichterinnen liegt übrigens bei ausbaufähigen 2% (Quelle: Die Standart). Keine Seltenheit, sind dann allerdings sexistische Sprüche gegenüber Schiedsrichterinnen.
Und wie sollte es anders sein, kam zumindest ein Mehderitzscher Spieler nicht umhin, seiner sexistischen Vorstellung vom „Männersport“ Fußball, Gehör zu verschaffen. Unzufrieden mit irgendeiner Entscheidung der Schiedsrichterin, pöbelte er sie an: „Du pfeifst wie eine Fotze!“.

Reaktion ihrerseits: keine. Vielleicht hat sie es garnicht gehört, vielleicht war sie überfordert und vielleicht hat sie derartige Beleidigungen einfach schon zu oft gehört.
Reaktionen von Spielern sind uns übrigens auch nicht bekannt.

Wir sagen: Mehderitzsch, halts Maul!