Archive for Februar, 2011

O femeie presedinte la Steaua?

Donnerstag, Februar 24th, 2011

Heute mal was eher kurioses aus dem Osten. Diesmal geht es aber weiter in Osten. Es geht nach Rumänien. Es geht um den FC Steaua Bukarest. Bisher war Torwartlegende Helmuth Duckadam Präsident des Vereins. Doch beim „Gönner und Besitzer“ (Zitat: Wikipedia) des Vereins, Gigi Becali, ist Duckadam unten durch.

Was das alles mit dem Roten Stern Leipzig, politischen Ansprüchen und der Bundesliga zu tun hat, lest ihr hier.  (eine Übersetzung findet ihr darunter)

Quelle: Sport.ro (19.2.2011)

O femeie presedinte la Steaua? Vezi un model de conducere pentru Gigi Becali!

Helmuth Duckadam nu mai este pe placul lui Gigi Becali, care vrea o schimbare de presedinte la Steaua.

Pe langa variantele pe care le are printre fostele glorii ale echipei, Becali ar putea prelua modelul propus de Roter Stern Leipzig, echipa care a imprumutat numele Stelei in Germania. Chiar daca pentru moment nu joaca decat in liga a 8-a, clubul are planuri mari pentru viitor. (mehr …)

Brandis: „Hier gibt es keine Nazis“

Dienstag, Februar 15th, 2011

Und es gibt sie doch, wir haben ja schon in einigen Artikeln versucht zu zeigen, dass es sehr wohl Nazis in Brandis gibt, auch wenn der Verein das immer gerne bestreitet. So fanden wir kürzlich im Internet diese Meldung:

„Soko Rex“ nimmt zwei rechte Schläger fest

Leipzig. Die Polizei-Sondereinheit „Soko Rex“ hat am Donnerstag im Landkreis Leipzig zwei rechte Schläger festgenommen. Die beiden 20 und 23 Jahre alten Männer sollen am 1. Januar dieses Jahres einen 24-Jährigen in Brandis (Landkreis Leipzig) brutal zusammengeschlagen haben.

Grund für die Schlägerei war nach Angabe von Landeskriminalamt und Staatsanwaltschaft die „gegenläufige politische Einstellung“. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung, es wurden Haftbefehle erlassen.

Wir sind gespannt was dazu noch bekannt wird, vielleicht sind die Täter ja auch Mitglieder in unserem Lieblingsverein, dem FSV Brandis.

Good night left side, Thor Steinar, Schenkenberg

Dienstag, Februar 15th, 2011

Am vergangenen Samstag war es soweit. Die RSL Fans durften ihr Team (1. Herren) in Schenkenberg bei ihrem ersten Punktspiel im neuen Jahr anfeuern.

Die Polizei wartete mit einer Überraschung auf. Und zwar mit einem größeren Aufgebot als sonst. Aufgrund des am folgenden Sonntag stattfindenden Naziaufmarschs in Dresden, waren wohl mehr als genug Beamte in Sachsen. Und so wurde das Spiel offensichtlich als „Lehrstück“ für die jungen Beamt_innEn genutzt. Diese standen am Einlass herum, oder durften davor in „Abmarschformation“ (in 2er Reihen hintereinander stehend) verharren. Dabei verhielten diese sich anfänglich zurückhaltend und kramten höchstens mal in den Rucksäcken der Zuschauer rum und filmten die von RSL Fans aufgehängten Banner ab.

Trotz der unmittelbaren Nähe Schenkenbergs zu Delitzsch, blieb der vermutete Andrang lokaler Nazis vorerst aus. Nach einer Weile kam dann auch die Zapfanlage, getragen von einem jungen Mann mit einer schicken Jacke. Vorne mit einem schicken T und S und hinten mit dem Schriftzug „Steinar“ bestickt. Erwartungsgemäß reagierten die Verantwortlichen für „Wurst und Bier“ mit Ignoranz, auf den Hinweiß das ihr Kollege Naziklamotten trägt.

[Ergänzender Kommentar] Ergänzend sollte aber auch nicht unerwähnt bleiben, dass unser hübscher Bierkutscher nach Hinweis durch die RSLer von seinem Vereinspräsidenten dazu aufgefordert wurde, die TS-Jacke auszuziehen oder wegzubleiben. Er hat sich dann kurz verpisst und ne andere Jacke drübergezogen. Muss man dem Verein zu Gute halten. Waren die ersten auf unserer Tournee, die sich die Problematik in Ruhe angehört haben und entsprechend reagierten.


Der erfahrene Blick erkennt sofort: Das ist Markenware!

Gegen Ende der 1. Halbzeit gesellten sich dann 2 junge Männer zu den RSL Fans. Einer trug einen „Let’s fight left side“ Aufnäher auf der Jacke und wurde deswegen von umstehenden RSL Fans zum gehen aufgefordert. (mehr …)

Pressespiegel: Hallenturnier in Beilrode ’11

Donnerstag, Februar 10th, 2011

Berichterstattung zu den antisemitischen (Aus)Vorfällen:

dokumentierte (offline) Presseartikel:

  • Torgauer Zeitung (Januar 2011):
Nur Plattform für Chaoten?

Fußball (TZ/LAND). Angesichts des Großaufgebots an Polizei sowie Security in und um die Beilroder Ostelbienhalle geriet der Fußball am Samstagnachmittag fast zur Nebensache. Einmal mehr brach sich bei Spielen mit Beteiligung des Roten Sterns Leipzig der Stumpfsinn hohle Bahn: Ungefähr 30 Personen, die eindeutig dem rechten Spektrum zuzurechnen und teilweise vermummt waren, provozierten mit Gesängen weit unter der moralischen Gürtellinie wie „Ostdeutschland – Naziland.“

Einzig und allein dem besonnenen und bestimmten Auftreten des Turnierleiters des Sächsischen Fußballverbandes, Eberhard Sowa, der per Mikrofon klare Ansagen machte, und der Polizei war es zu verdanken, dass es „nur“ bei verbalen Scharmützeln blieb. Die Beamten räumten schließlich den Block, als die unterirdischen und menschenverachtenden Sprechchöre nicht verstummten. […]

und als wäre das alles nicht schlimm genug:

[…] Der gastgebende FSV Beilrode 09 musste zudem die kurzfristigen Absagen von Eilenburg und Taucha zur Kenntnis nehmen, sodass aus zwei Staffeln eine wurde.

  • Interview mit Torgaus Revierleiter Jens Galka in der Torgauer Zeitung (Januar 2011)

TZ: Konnten Sie den Einsatz als Erfolg verbuchen?
Jens Galka: Es war ein guter Einsatz. Das Turnier ist ohne große Störungen vonstatten gegangen.

Ohne große Störungen?
Mit den Veranstaltern war abgesprochen, dass wir den Außenbereich sichern und bereit stehen, wenn die Security-Kräfte in der Halle mit einer Situation überfordert sind. Das war der Fall, als eine Gruppe Jugendlicher sich vermummte und nazistische und antisemitische Parolen grölte. Daraufhin wurde beschlossen, diese Personen zu entfernen.

Das hat die Polizei übernommen.
Wir haben 36 Jugendliche aus der Halle gebracht und Platzverweise ausgesprochen. Die Jugendlichen haben auch keinen Widerstand geleistet, sodass alles gewaltfrei passieren konnte.

Gab es nach dem Rauswurf ein Nachspiel?
Drinnen und draußen ist ruhig geblieben. Das Turnier verlief von da ab ohne weitere Zwischenfälle. Allerdings müssen sieben der Störer mit Anzeigen rechnen.

Woher kamen die Störer?
Sie gehörten zu keiner Mannschaft, kamen zum Teil direkt aus der Gegend, oder waren von weit angereist.

Wie viele Kräfte waren im Einsatz, woher kamen sie?
Wir hatten 60 Kolleginnen und Kollegen aus dem Revier, der Polizeidirektion und der Bereitschaftspolizei im Einsatz. Nach unseren Erfahrungen mit Spielen von Roter Stern auf hiesigen Plätzen waren wir gewarnt.

Wie lief die Zusammenarbeit mit den Veranstaltern?
Problemlos. Es hatte bereits Ende Dezember Vorberatungen gegeben. Die Aufgaben war klar verteilt. Es herrschte auch Einigkeit, als es darum ging, die Störer aus der Halle zu bringen. Diese Grölereien warfen schließlich kein gutes Licht auf die Veranstaltung.