Das für den vergangenen Samstag angesetzte Spiel der 1. Herren RSL gegen den SV Süptitz wurde vom Verband verschoben. Die Begründung: Polizeilicher Notstand!

Nachdem für das Auswärtsspiel gegen Schildau, das Heimrecht gedreht wurde (siehe hier), hatten sich Nazis wohl überlegt die nächste „Gelegenheit“ in Süpitz wahrzunehmen. Und wenn selbst die Polizei schon was ahnt, dann müssen es die Spatzen schon ziemlich laut von den Dächern gepfiffen haben.

Das der RSL sich mit aller Regelmäßigkeit mit Nazis in den Provinznestern rumärgern darf (um es mal nett aus zu drücken) ist bekannt. Die Anwesenheit von Nazis im Verein oder bei den Zuschauer_innen wird bisher aber nur mit massiver Polizeipräsenz „behandelt“. Der Versuch der Aufklärungsarbeit mit und in den Vereinen fruchtet mehr oder weniger garnicht, da sich nur wenige dieser Problematik annehmen wollen, wenn sie diese überhaupt als solche erkennen (möchten).

Lieber treten Sie das Heimrecht ab oder geben die Punkte gleich an den RSL und sagen das Spiel gleich ganz ab.

Das Spiel gegen Süptitz wird aber nachgeholt. Vermutlich an einem Mittwoch Nachmittag. Wahrscheinlich kalkuliert der Verband auf weniger RSL Fans. Vielleicht erhofft mensch sich auch, das unter der Woche weniger Nazis „zuschauen“ wollen. Ein schwaches Kalkül, angesichts der Tatsache das die ja dort wohnen.

Der SV Süptitz hat sich aber abgesichert. Deren Stadionordnung steht unter dem Motto „Fußball bleibt Fußball und Politik bleibt draußen!“ (Stadionordnung SV Süptitz).

Wir sind auf jeden Fall gespannt, was sich Vereine und der Verband noch alles einfallen lassen, bis sie den RSL dann endlich in die nächste Klasse (und damit raus aus der Provinz) entlassen dürfen.