Bis gestern hatte die LVZ noch von „angeblichen“ antisemitischen und nationalistischen Rufen Einzelner und von „Vorwürfen“ durch den Roten Stern Leipzig berichtet.

Nun ist es auch bei der LVZ soweit und jetzt liest sich die Berichterstattung schon anders – will sagen: konkreter:

Nach den rechtsradikalen Sprechchören am vergangenen Sonntag beim Pokalspiel zwischen der SG Leipzig Leutzsch (SGLL) und Roter Stern Leipzig…

Die LVZ braucht halt immer ein bissl länger, ne!

Bürgermeister Rosenthal hat der SG LL nun eine klare Ansage gemacht:
Dreht euch oder es gibt keine städtische Finanzierung mehr!

Engel lenkt ein bischen ein, hat aber noch einen gänzlich unerwarteten Triumph im Ärmel: Linksextremismus!

Zitat aus der L-IZ:

Nun scheint es jedoch auch seitens des Vereins ein erstes Umdenken zu geben. „Wir prüfen schon Maßnahmen und distanzieren uns von extremistischen Äußerungen sowohl aus dem rechten als auch aus dem linken Spektrum„, kommentierte Jamal Engel das Schreiben des Sportbürgermeisters. „Wir werden im geforderten zeitlichen Rahmen eine Antwort geben. Diese einzufordern ist auch das gute Recht von Herrn Rosenthal.“ Man kann also davon ausgehen, dass die SG Leipzig Leutzsch die „extremistische Äußerungen“ aus dem „linken Spektrum“ ebenfalls bis zum 16. September 2011 beweisen wird.

Mensch Engel, auf den Nachweiß von linksextremistischen Äußerungen sind wir aber mal gespannt. Wirklich jetzt!

Quellen:

Es folgt der Artikel aus der LVZ Onlineausgabe/Knipser:

Bürgermeister Rosenthal fordert Stellungnahme von SG Leutzsch – Förderung in Gefahr

Leipzig. Nach den rechtsradikalen Sprechchören am vergangenen Sonntag beim Pokalspiel zwischen der SG Leipzig Leutzsch (SGLL) und Roter Stern Leipzig hat sich am Freitag Sportbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) in die Diskussion eingeschaltet. In einem Brief an den Vorstand der SGLL forderte er die Verantwortlichen auf „geeignete Maßnahmen zu treffen, dass sich derartige Vorfälle nicht wiederholen“. Der Landesligist bekam eine Frist bis zum kommenden Freitag für eine Stellungnahme gesetzt.

„Nach Kenntnisnahme des vorliegenden Ton- und Videomaterials ist das Skandieren rechtsextremistischer und nationalsozialistisch verherrlichender Sprechchöre durch Zuschauer im Alfred-Kunze Sportpark vollkommen unstrittig“, sagte Heiko Rosenthal. Er habe das Bildmaterial selbst angesehen, so der Bürgermeister gegenüber LVZ-Online. Bisher sei es bei Spielen der SGLL zu keinen Auffälligkeiten gekommen. Auch bei erstmaligen Vorfällen sei ein konsequentes Handeln erforderlich.

„Sowohl Ordnungs- als auch Sportverwaltung der Stadt Leipzig erwarten von den Vereinsverantwortlichen eine unverzügliche und vollumfassende Auswertung der Vorkommnisse“, so Rosenthal weiter. Für einen Wiederholungsfall drohte Rosenthal mit Sanktionen. Dabei wies er auf die Sportföderrichtlinie der Stadt hin.

Demnach dürfen Verein nur unterstützt werden, wenn sie  kein gewalttätiges, rassistisches, antisemitisches oder anderweitig diskriminierendes Gedankengut pflegen oder verbreiten. Dies gelte  für die Leugnung des Holocaust, die Benachteiligung, Diskriminierung oder Beleidigung von Personen aufgrund ihrer Herkunft, ihres Geschlechts, ihrer Hautfarbe, ihrer religiösen Überzeugung oder ihrer sexuellen Orientierung oder wegen einer Behinderung.

Diese Bestimmung erfasse ausdrücklich auch das Publikum jedes Vereins. Bewertet werde auch der Umgang, die Konsequenzen und künftigen Vorkehrungen der jeweiligen Verantwortlichen, wenn Verstöße gegen die Richtlinie bekannt werden.

Love to say: we told you so!