Archive for the ‘in den Medien’ Category

und der Rest der ist sowjetsch

Mittwoch, August 31st, 2011

Das RSL Team „1. Herren“ hat das „glückliche“ Los gezogen und darf am kommenden Sonntag im Pokalspiel gegen die „SG LL“ antreten. Deren Fanklientel setzt sich z.T. aus Nazis, die sich auch als solche bezeichnen würden und Menschen die mit deren Einstellungsmuster zumindest kein Problem haben bzw. diese teilen. Was prinzipiell auf das gleiche raus läuft.

Im Vorlauf dieses Spiels wurde u.a. schon der Austragungsort gewechselt und die ersten Provokationen ließen auch nicht auf sich warten. Diese bestätigen mal zumindest nationalistische Einstellungen einiger Leipziger „Fußballfans“.
Einen ersten Überblick bietet ein Artikel bei chemieblogger.de den wir euch hiermit empfehlen: „Kreuzritter wider dem Kommunismus“ bei chemieblogger.

Sie nennen es Provokation – Wir finden darin nur eine Bestätigung für die Notwendigkeit der „Politik im Stadion“ etwas entgegen zu setzen, solange diese aus menschenverachtenden Überzeugungen besteht.

Eine ausführliche Dokumentation der Ereignisse um das Spiel selber folgt…

DRadio Interview: Ein zweites Mügeln, scheint nur eine Frage der Zeit

Mittwoch, April 27th, 2011

Deutschlandradio hat ein Interview mit Vertreter_innen des RSL geführt. Es geht um Mügeln, Brandis, zurückgezogene Interviews mit der Polizei, die sächsische Provinz, die Diskrepanz zwischen dem DFB und dem sächsischen Fußballverband, etc. Ein sehr empfehlenswerter Beitrag!

zum hören: Deutschlandradio Interview Roter Stern Leipzig

zum nachlesen: In Sachsen kämpft ein Fußballverein für Toleranz und gegen Fremdenhass.

O femeie presedinte la Steaua?

Donnerstag, Februar 24th, 2011

Heute mal was eher kurioses aus dem Osten. Diesmal geht es aber weiter in Osten. Es geht nach Rumänien. Es geht um den FC Steaua Bukarest. Bisher war Torwartlegende Helmuth Duckadam Präsident des Vereins. Doch beim „Gönner und Besitzer“ (Zitat: Wikipedia) des Vereins, Gigi Becali, ist Duckadam unten durch.

Was das alles mit dem Roten Stern Leipzig, politischen Ansprüchen und der Bundesliga zu tun hat, lest ihr hier.  (eine Übersetzung findet ihr darunter)

Quelle: Sport.ro (19.2.2011)

O femeie presedinte la Steaua? Vezi un model de conducere pentru Gigi Becali!

Helmuth Duckadam nu mai este pe placul lui Gigi Becali, care vrea o schimbare de presedinte la Steaua.

Pe langa variantele pe care le are printre fostele glorii ale echipei, Becali ar putea prelua modelul propus de Roter Stern Leipzig, echipa care a imprumutat numele Stelei in Germania. Chiar daca pentru moment nu joaca decat in liga a 8-a, clubul are planuri mari pentru viitor. (mehr …)

Brandis: „Hier gibt es keine Nazis“

Dienstag, Februar 15th, 2011

Und es gibt sie doch, wir haben ja schon in einigen Artikeln versucht zu zeigen, dass es sehr wohl Nazis in Brandis gibt, auch wenn der Verein das immer gerne bestreitet. So fanden wir kürzlich im Internet diese Meldung:

„Soko Rex“ nimmt zwei rechte Schläger fest

Leipzig. Die Polizei-Sondereinheit „Soko Rex“ hat am Donnerstag im Landkreis Leipzig zwei rechte Schläger festgenommen. Die beiden 20 und 23 Jahre alten Männer sollen am 1. Januar dieses Jahres einen 24-Jährigen in Brandis (Landkreis Leipzig) brutal zusammengeschlagen haben.

Grund für die Schlägerei war nach Angabe von Landeskriminalamt und Staatsanwaltschaft die „gegenläufige politische Einstellung“. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung, es wurden Haftbefehle erlassen.

Wir sind gespannt was dazu noch bekannt wird, vielleicht sind die Täter ja auch Mitglieder in unserem Lieblingsverein, dem FSV Brandis.

Pressespiegel: Hallenturnier in Beilrode ’11

Donnerstag, Februar 10th, 2011

Berichterstattung zu den antisemitischen (Aus)Vorfällen:

dokumentierte (offline) Presseartikel:

  • Torgauer Zeitung (Januar 2011):
Nur Plattform für Chaoten?

Fußball (TZ/LAND). Angesichts des Großaufgebots an Polizei sowie Security in und um die Beilroder Ostelbienhalle geriet der Fußball am Samstagnachmittag fast zur Nebensache. Einmal mehr brach sich bei Spielen mit Beteiligung des Roten Sterns Leipzig der Stumpfsinn hohle Bahn: Ungefähr 30 Personen, die eindeutig dem rechten Spektrum zuzurechnen und teilweise vermummt waren, provozierten mit Gesängen weit unter der moralischen Gürtellinie wie „Ostdeutschland – Naziland.“

Einzig und allein dem besonnenen und bestimmten Auftreten des Turnierleiters des Sächsischen Fußballverbandes, Eberhard Sowa, der per Mikrofon klare Ansagen machte, und der Polizei war es zu verdanken, dass es „nur“ bei verbalen Scharmützeln blieb. Die Beamten räumten schließlich den Block, als die unterirdischen und menschenverachtenden Sprechchöre nicht verstummten. […]

und als wäre das alles nicht schlimm genug:

[…] Der gastgebende FSV Beilrode 09 musste zudem die kurzfristigen Absagen von Eilenburg und Taucha zur Kenntnis nehmen, sodass aus zwei Staffeln eine wurde.

  • Interview mit Torgaus Revierleiter Jens Galka in der Torgauer Zeitung (Januar 2011)

TZ: Konnten Sie den Einsatz als Erfolg verbuchen?
Jens Galka: Es war ein guter Einsatz. Das Turnier ist ohne große Störungen vonstatten gegangen.

Ohne große Störungen?
Mit den Veranstaltern war abgesprochen, dass wir den Außenbereich sichern und bereit stehen, wenn die Security-Kräfte in der Halle mit einer Situation überfordert sind. Das war der Fall, als eine Gruppe Jugendlicher sich vermummte und nazistische und antisemitische Parolen grölte. Daraufhin wurde beschlossen, diese Personen zu entfernen.

Das hat die Polizei übernommen.
Wir haben 36 Jugendliche aus der Halle gebracht und Platzverweise ausgesprochen. Die Jugendlichen haben auch keinen Widerstand geleistet, sodass alles gewaltfrei passieren konnte.

Gab es nach dem Rauswurf ein Nachspiel?
Drinnen und draußen ist ruhig geblieben. Das Turnier verlief von da ab ohne weitere Zwischenfälle. Allerdings müssen sieben der Störer mit Anzeigen rechnen.

Woher kamen die Störer?
Sie gehörten zu keiner Mannschaft, kamen zum Teil direkt aus der Gegend, oder waren von weit angereist.

Wie viele Kräfte waren im Einsatz, woher kamen sie?
Wir hatten 60 Kolleginnen und Kollegen aus dem Revier, der Polizeidirektion und der Bereitschaftspolizei im Einsatz. Nach unseren Erfahrungen mit Spielen von Roter Stern auf hiesigen Plätzen waren wir gewarnt.

Wie lief die Zusammenarbeit mit den Veranstaltern?
Problemlos. Es hatte bereits Ende Dezember Vorberatungen gegeben. Die Aufgaben war klar verteilt. Es herrschte auch Einigkeit, als es darum ging, die Störer aus der Halle zu bringen. Diese Grölereien warfen schließlich kein gutes Licht auf die Veranstaltung.

MDR Dabei ab 2: Der RSL: ein rotes Tuch für die Rechten

Donnerstag, September 16th, 2010

Eine kurze Zusammenfassung der Zustände, auf die auswärts reisende RSL Fans (und die die dort eh leben/wohnen müssen) in den letzten Monaten allzu oft stießen.

Quelle: MDR Dabei ab 2 (6.9.10)

Sachsen: „Ich komme mir vor wie in den Neunzigern.“

Donnerstag, September 16th, 2010

An dieser Stelle wollen wir einen Artikel dokumentieren, der zeigt wie gerade die Situation in Sachsen ist und was so alles in diesem Jahr schon passiert ist. Ganze besonders auch deswegen, weil es auch in Brandis erst kürzlich einen Brandanschlag gegeben hat, aber lest selbst:

Alltäglichkeit rechter Gewalt in Sachsen

Am 5. September wurde nach Polizeiangaben in Brandis ein Imbisswagen angezündet, dabei entstand ein vorläufiger Schaden von ca. 5000 Euro. Was wie so oft nicht in der Polizeimeldung zu lesen ist, sind die rassistischen Hintergründe der Tat. Auch nach dem inzwischen schon 14. Brandanschlag und zahlreichen rechten Übergriffen in diesem Jahr, kann von Unterstützung der Betroffenen durch die Politik keine Rede sein. Auch medial findet das Thema inzwischen nur noch vereinzelt und verkürzt den Weg in die Öffentlichkeit. (mehr …)

Ein weiterer Artikel über die Situation für antirassistische Fuballfans in Leipzig

Dienstag, August 31st, 2010

„Die Angst vor dem Auswärtsspiel“

„Er ist Fußballfan aus Leipzig – und er ist links. Das reicht oft schon, um seine Gesundheit zu riskieren. Aber Markus S. will sich nicht diskriminieren lassen

Eigentlich hatte nichts darauf hingedeutet, dass die Dinge so eskalieren könnten: Sicher, ein paar Störer hatte man schon erwartet, aber das wäre nichts Besonderes gewesen. Nicht bei einem Auswärtsspiel von Roter Stern Leipzig. Der Ordner am Eingang, der seinen Leuten zuraunte „So viele Zecken“, war ein Mensch, wie man ihn bei Spielen in der Provinz oft trifft – und das Gerücht, dass sich ein gutes Dutzend Rechte auf dem Marktplatz versammelt hatten, machte auch niemandem Angst. Was wollten die schon anrichten? Plötzlich aber tauchte aus einer Seitenstraße vor dem Stadion eine Wand aus Menschen auf, viele mit Eisenträgern bewaffnet. Markus S. weiß noch, dass er davonrannte. Aus dem Augenwinkel konnte er sehen, wie die ersten Roter-Stern-Anhänger zusammengetreten wurden. In diesem Moment pfiff der Schiedsrichter das Spiel an.

(mehr …)