und der Rest der ist sowjetsch

Das RSL Team „1. Herren“ hat das „glückliche“ Los gezogen und darf am kommenden Sonntag im Pokalspiel gegen die „SG LL“ antreten. Deren Fanklientel setzt sich z.T. aus Nazis, die sich auch als solche bezeichnen würden und Menschen die mit deren Einstellungsmuster zumindest kein Problem haben bzw. diese teilen. Was prinzipiell auf das gleiche raus läuft.

Im Vorlauf dieses Spiels wurde u.a. schon der Austragungsort gewechselt und die ersten Provokationen ließen auch nicht auf sich warten. Diese bestätigen mal zumindest nationalistische Einstellungen einiger Leipziger „Fußballfans“.
Einen ersten Überblick bietet ein Artikel bei chemieblogger.de den wir euch hiermit empfehlen: „Kreuzritter wider dem Kommunismus“ bei chemieblogger.

Sie nennen es Provokation – Wir finden darin nur eine Bestätigung für die Notwendigkeit der „Politik im Stadion“ etwas entgegen zu setzen, solange diese aus menschenverachtenden Überzeugungen besteht.

Eine ausführliche Dokumentation der Ereignisse um das Spiel selber folgt…

Verfassungsschutz ermittelt gegen „Terror Crew Muldental“

[Update] Am 28.07.11 wurden 28 Wohnungen mutmaßlicher Mitglieder der neonazistischen “Terror Crew Muldental” (TCM) durchsucht, gegen die wegen “Bildung einer kriminellen Vereinigung” ermittelt wird.
Quelle: Dokumentationsarchiv [/Update]

Die Freunde von Ballsport, Rassenhass und Vollkontakt aus dem Muldental, kurz: „Terror Crew Muldental“ (TCM) sind offensichtlich ins Visier des sächsichen Landesamt für Verfassungsschutz geraten. Der antifaschistische Newsflyer Gamma berichtet über eine Panne des LfV, durch die bekannt wurde, dass gegen die TCM ein Ermittlungsverfahren nach §129 („Verdachtes der Bildung einer kriminellen Vereinigung„) läuft.

Einige Mitglieder der TCM waren bei dem Angriff auf Fans von Roter Stern Leipzig in Brandis beteiligt.

Quelle:Wird ‚Terror Crew Muldental‘ verboten?“ (Gamma)

“Versehentliche” Veröffentlichung des Verfassungsschutzes warnt Nazis vor drohenden Hausdurchsuchungen

Der Nazi-Gruppierung “Terror Crew Muldental” droht womöglich ein Verbot: Gegen “20 bis 30 Personen”, die der gewalttätigen Kameradschaft angehören sollen, werde derzeit wegen “Verdachtes der Bildung einer kriminellen Vereinigung” (Paragraf 129 StGB) ermittelt. Das berichtet die heutige Lokalausgabe der Leipziger Volkszeitung (Muldentalzeitung) mit Verweis auf Informationen des Landesamtes für Verfassungsschutz (LfV). ‚Verfassungsschutz ermittelt gegen „Terror Crew Muldental“‘ weiterlesen

Prozessbericht: Michael W., Ronny R., Stefan R.

Heute fand am Amtsgericht Grimma der Prozess gegen Michael W., Ronny R., Stefan R. statt.

Bevor es mit der Beweisaufnahme losgehen konnte, wurden wie üblich die persönlichen Daten der Angeklagten aufgenommen. Dabei stellte sich heraus das Michael W. umgezogen ist. Er ist demnach auf das ehemalige Gelände des Naziversands „Front Records“ in Wurzen gezogen. Stefan R. ist ein gerichtlich unbeschriebenes Blatt, dafür konnte Ronny R. mit einigen Verurteilungen wegen z.T. gefährlicher Körperverletzung aufwarten.

Die Beweisaufnahme wurde durch ein Rechtsgespräch abgekürzt ‚Prozessbericht: Michael W., Ronny R., Stefan R.‘ weiterlesen

Nächster Prozess in Grimma

Am Donnerstag 23.6. ab 9 Uhr gibt es in Grimma die erste „Brandis-Verhandlung“ außerhalb Leipzigs. Der Rote Stern bietet eine Busfahrt an.

Abfahrt: 7.15 Uhr ab Connewitz Kreuz.

[Update] Es wird definitiv Sicherheitskontrollen geben. Also nochmal nachsehen ob ihr euren Perso dabei habt, bevor ihr euch auf den Weg zum Bus macht!
Dann geht das heute mal früher ins Bett und dann morgen ausgeschlafen auf nach Grimma! [/Update]

Die Verhandlung geht vermutlich ganztägig. Für Verpflegung wird gesorgt. Sicherheitskontrollen sind zu erwarten, daher  Perso nicht vergessen!

Wenn ihr Zeit habt, kommt einfach mit. Die Leute sollte dort nicht alleine Aussagen müssen, zumal mit Nazis vor Ort zu rechnen ist.

Angeklagt sind Michael W., dürfte vielen nicht nur aus Brandis bekannt sein, so war er doch auch beim Spiel in Schildau (Schildbürgerstreiche: Der RSL kommt zu Besuch, MDR 06.09.2010 – Roter Stern Leipzig „Under Attack“) und auch schon bei einigen Prozessen in Leipzig, dort hat er versucht BesucherInnen zu provozieren und einzuschüchtern. Der Zweite angeklagte ist Stefan R. und der letzte ist Ronny R.. Dieser Ronny hat sich auch hier schon blicken lassen:

Angriffe auf Antirassistischen Sonntagsspaziergang in Wurzen

Beklemmendes aus Wurzen

Naja und warum sich eine Reise nach Grimma immer lohnt, könnt ihr hier nachlesen:

Grimma

 

DRadio Interview: Ein zweites Mügeln, scheint nur eine Frage der Zeit

Deutschlandradio hat ein Interview mit Vertreter_innen des RSL geführt. Es geht um Mügeln, Brandis, zurückgezogene Interviews mit der Polizei, die sächsische Provinz, die Diskrepanz zwischen dem DFB und dem sächsischen Fußballverband, etc. Ein sehr empfehlenswerter Beitrag!

zum hören: Deutschlandradio Interview Roter Stern Leipzig

zum nachlesen: In Sachsen kämpft ein Fußballverein für Toleranz und gegen Fremdenhass.

Was Sie über den DFB vielleicht noch nicht wussten

Am Ostermontag spielte die 1. Herren des RSL auswärts gegen den SV Zschepplin.
Am Acker angekommen, fiel den Fans zuerst das übliche Polizeigroßaufgebot ins Auge. Neben den sehr motiviert wirkenden Einsatzkräften, sorgten ca. 47.000km rot-weißes Absperrband, welches einmal komplett um den für uns vorgesehen Bereich flatterte, für noch mehr Sicherheit.

Als die Beamt_innen die von RSL Fans mitgebrachten Transparente (im Fachjargon: „politische Gegenstände“, siehe Arenaordnung Süptitz) entdeckten, wollten sie diese nicht mit rein lassen. Wegen politische Inhalte und Provokation und so, verstehste?! (Auf einem Transparent, ist angeblich ein Elefant und ein Hakenkreuz abgebildet. Unfassbar!)

Mittlerweile hat sich bei den Auswärtsfans aber die Regel „Wenn wir nicht unsere Transparente drinnen aufhängen dürfen, dann hängen wir und die Transparente eben draußen rum“ durchgesetzt. An der Stelle weicht die oft proklamierte „Politische Neutralität“ (Erklärung folgt weiter unten) der Vereine dann aber aber genau so oft, der grausigen Vorstellung auf den Jahresumsatz durch Bier- und Grillgutverzehr durch die zahlreichen RSL’er_innen verzichten zu müssen.

Daraufhin kam es zu einem „geheimen“ (bzw. abseits der Fans abgehaltenen) Gespräch ‚Was Sie über den DFB vielleicht noch nicht wussten‘ weiterlesen

Rechtsruck in der Lokszene

Im antifaschistischen Newsflyer Gamma #190, könnt ihr euch u.a. über den neuerlichen Rechtsruck in der Lok Szene informieren.

weitere Themen:

  • Johnny Ristau: Das trojanische Pferd des VS
  • Außen Zaun, innen braun: Ein Blick in die “O8″
  • Nazileaks: Alle NPD-Mitglieder in Nordsachsen
  • Nach den Razzien: Gegen staatliche Anti-Antifa!

Zum runterladen als PDF [Gamma #190]

Hilfe, der RSL kommt

Das für den vergangenen Samstag angesetzte Spiel der 1. Herren RSL gegen den SV Süptitz wurde vom Verband verschoben. Die Begründung: Polizeilicher Notstand!

Nachdem für das Auswärtsspiel gegen Schildau, das Heimrecht gedreht wurde (siehe hier), hatten sich Nazis wohl überlegt die nächste „Gelegenheit“ in Süpitz wahrzunehmen. Und wenn selbst die Polizei schon was ahnt, dann müssen es die Spatzen schon ziemlich laut von den Dächern gepfiffen haben. ‚Hilfe, der RSL kommt‘ weiterlesen

TSV Schildau (fast) vom Antisemitismus in den Ruin getrieben

Am kommenden Sonntag wäre der RSL nach Schildau gefahren. Aber nun kommt Schildau (doch nicht) zu uns. Wieso, Weshalb, Warum….

[Update]Schildau ist zum Spiel, wegen  „Personalmangel“ nicht angetreten. 2:0 für den RSL![/Update]

Aus der LVZ vom 25. März 2011:

Heimrecht-Verzicht

Angriffe auf Roter Stern befürchtet

Schildau. Die Angst muss groß sein, wenn sich Bezirksklassenvertreter TSV 1862 Schildau rund 1500 Euro entgehen lässt.
Der Verein verzichtet auf den Heimvorteil am 3. April gegen die Fußballer des souveränen Tabellenführers
Roter Stern Leipzig und damit auf die zu erwartende Einnahme, weil die Verantwortlichen Ausschreitungen sowie
Schmährufe einzelner Zuschauer gegen die politisch links orientierten Messestädter erwarten.
Dazu war es bereits beim Gastspiel der Leipziger in der vergangenen Saison gekommen. Am 12. Mai hatte ein
rechtsradikaler Mob die Polizei angegriffen, die ein Aufeinandertreffen mit den 300 Sterne-Fans verhindern wollte.
Unter die insgesamt 510 Zuschauer hatten sich 60 zunächst unauffällige Nazis gemischt.

Unauffällig sieht anders aus. Wir erinnern nochmal an die schönen Transparente, die die Nazis damals entrollten: [Bericht vom Auswärtstspiel im Mai 2010]

Desweiteren sind die „Schildauer Jungs“, kein x-beliebige Provinz Jugendgang, sondern eine Kameradschaft mit „der längsten Kontinuität in der Region“. [Quelle: Situationsanalyse, Kulturbüro Sachsen]
Diese fahren übrigens auch gerne mal nach Tschechien um sich ihre Dosis Nazimusik abzuholen.[Liebesgrüße an die Schildauer Jungs bei Aryan Music (2004)]

Eine Wiederholung wollen die TSV-Verantwortlichen ausschließen.
„Wir hätten das Geld vom Roter-Stern-Spiel gut gebrauchen können. Aber wir haben auch Angst vor einem Vorfall wie im November hier gegen Radefeld, als uns danach das Sportgericht wegen eines angeblichen Zwischenrufs eines Zuschauers zu einer Strafe von 500 Euro verurteilte“, sagt Schildaus Stadionsprecher Lutz Herre.
Er stand in der Nähe des damaligen „Tatorts“, ‚TSV Schildau (fast) vom Antisemitismus in den Ruin getrieben‘ weiterlesen

Alexander L. – Prozessbericht (Berufungsverfahren)

Im Folgenden dokumentieren wir einen Prozessbericht aus dem Berufungsverfahren gegen Alexander L.

Urteil: 1 Jahr 6 Monate zu 3 Jahren auf Bewährung ausgesetzt.

Quelle: Indymedia (vom 24.03.2011)

Am 22. März 2011 fand vor dem Landgericht Leipzig ein weiteres Verfahren im Zusammenhang mit dem Überfall auf SpielerInnen und Fans des Roten Stern Leipzig am 24.10.2009 in Brandis (Landkreis Leipzig) statt. Diese waren damals von etwa 50 Neonazis und Hooligans aus offenkundig politischen Motiven u.a. mit Holzlatten und Eisenstangen angegriffen worden.
Der geständige Mittäter Alexander L., erstinstanzlich wegen u.a. gefährlicher Körperverletzung in drei tateinheitlichen Fällen zu einer Jugendstrafe von 2 Jahren und 4 Monaten verurteilt, war in Berufung gegangen mit dem Ziel, sein Strafmaß auf eine Bewährungsstrafe zu reduzieren.

Zunächst verlas der Richter das am 17. Juni 2010 vom Amtsgericht Leipzig gefällte Urteil. Demnach war der im nahegelegenen Machern wohnhafte L. zusammen mit Steve H. am 24.10.2009 nach Brandis gefahren, um gegen 13:55 Uhr in einer etwa 40-köpfigen Gruppe den dortigen Fußballplatz ohne Bezahlung des Eintritts durch einen Nebeneingang zu betreten. Die teilweise Bewaffnung und Vermummung habe er ebenso gebilligt wie einen Ausruf aus der Gruppe: „Wir sind nicht zum Fußball hier! Wir haben andere Aufgaben!“ Der Mob aus Nazis und Hooligans folgte den flüchtenden RSL-Fans auf das Spielfeld, ‚Alexander L. – Prozessbericht (Berufungsverfahren)‘ weiterlesen