Im Folgenden dokumentieren wir einen Prozessbericht aus dem Berufungsverfahren gegen Alexander L.
Urteil: 1 Jahr 6 Monate zu 3 Jahren auf Bewährung ausgesetzt.
Quelle: Indymedia (vom 24.03.2011)
Am 22. März 2011 fand vor dem Landgericht Leipzig ein weiteres Verfahren im Zusammenhang mit dem Überfall auf SpielerInnen und Fans des Roten Stern Leipzig am 24.10.2009 in Brandis (Landkreis Leipzig) statt. Diese waren damals von etwa 50 Neonazis und Hooligans aus offenkundig politischen Motiven u.a. mit Holzlatten und Eisenstangen angegriffen worden.
Der geständige Mittäter Alexander L., erstinstanzlich wegen u.a. gefährlicher Körperverletzung in drei tateinheitlichen Fällen zu einer Jugendstrafe von 2 Jahren und 4 Monaten verurteilt, war in Berufung gegangen mit dem Ziel, sein Strafmaß auf eine Bewährungsstrafe zu reduzieren.Zunächst verlas der Richter das am 17. Juni 2010 vom Amtsgericht Leipzig gefällte Urteil. Demnach war der im nahegelegenen Machern wohnhafte L. zusammen mit Steve H. am 24.10.2009 nach Brandis gefahren, um gegen 13:55 Uhr in einer etwa 40-köpfigen Gruppe den dortigen Fußballplatz ohne Bezahlung des Eintritts durch einen Nebeneingang zu betreten. Die teilweise Bewaffnung und Vermummung habe er ebenso gebilligt wie einen Ausruf aus der Gruppe: „Wir sind nicht zum Fußball hier! Wir haben andere Aufgaben!“ Der Mob aus Nazis und Hooligans folgte den flüchtenden RSL-Fans auf das Spielfeld, (mehr …)