Posts Tagged ‘FSV Brandis’

Brandis lässt von sich hören

Donnerstag, März 22nd, 2012

Lang hatten wir schon nichts mehr von Brandis gehört. Doch nun meldet sich die Dorfgemeinschaft östlich von Leipzig, mit neuen (und dennoch bekannten) Hits in der Naunhofer Parthelandhalle zurück.

Beim Hobbyfußball-Turnier „Raiba-Cup“ in der Naunhofer Parthelandhalle sind am Wochenende rechtsradikale Schmähgesänge angestimmt worden. Wie die Polizei mitteilte, erklangen am Samstagmorgen gegen 0.30 Uhr während des Spiels einer Brandiser Auswahl Lieder mit volksverhetzendem Inhalt.

Die Beamten griffen ein und stellten die Identität der Täter innerhalb einer zwölfköpfigen Fangruppe fest. Der Veranstalter des Hobbyturniers sprach den mutmaßlichen Neonazis ein Hausverbot aus und erstattete Anzeige.

Quelle: Oschatzer Allgemeine – Rechtsradikale Schmähgesange bei Hobbyfußball-Turnier in Naunhof

Der Veranstalter bestätigte übrigens gegenüber Chronik.LE, dass die Rufe von Leuten aus Brandis kamen. Demnach wurde das sächsische U-Bahn-Netz um einen weiteren Haltepunkt in Naunhof erweitert. Sachsen hat bereits das weltgrößte U-Bahnnetz, Tatort Brandis berichtete.

Leider neigen viele Menschen zu unzulässigen Verallgemeinerungen. So auch diesmal ein findiger Onlinejournalist der LVZ, der bemüht war, eine  kleine Zusatzinformation an diese Meldung zu basteln. Tatort Brandis klärt wie immer auf! Der LVZ-Bericht geht folgendermaßen weiter:

Vor drei Jahren war der Brandiser Fußball schon einmal in die Schlagzeilen geraten, als bei einem Bezirksliga-Spiel von Roter Stern Leipzig beim FSV Brandis etwa 50 Neonazis aufs Feld stürmten und die Leipziger Spieler und Fans mit Holzlatten und Eisenstangen attackierten. Bei dem brutalen Überfall waren vier Menschen zum Teil schwer verletzt worden.

Eine unzulässige und journalistisch unterirdische Verknüpfung von verfaultem Apfel und brauner Birne! Wir berichtigen hier gern: Bei dem Hallenturnier in Naunhof spielten Freizeitmannschaften – demzufolge haben Mannschaft wie Anhänger_innen selbiger natürlich NICHTS mit dem FSV Brandis zu tun! Zumindest nicht zwangsläufig.

Viel naheliegender wäre doch folgendes: Selbes Turnier in Naunhof wurde vor zwei Jahren schonmal von Nazis besucht. Damals konnte sich die Polizei noch nicht durchringen, Neonazi-Gesänge als „rechtsradikale“ zu bezeichnen, vielmehr handelte es sich damals noch um „provokative Sprüche“ (Wer hat hier seine Sprache verändert?). Und: „Unter den provozierenden Personen haben sich nach Angaben des Veranstalters ’stadtbekannte Jugendliche aus Brandis‘ befunden“, so auch Mitglieder der lebensbejahenden Volksmusikgruppe „Hardcore Brandis„.

 

Wobei… Liebe LVZ: eine kleine Nachfrage beim „Pressesprecher“ des FSV Brandis kann eigentlich nie schaden. Von dem haben wir auch schon lange nichts mehr gehört!

Kiezkicker: The Great Eintrittsgeld Swindle

Mittwoch, Mai 19th, 2010

Mit freundlicher Genehmigung der Kiezkicker Redaxion präsentieren wir euch einen Artikel aus der 3. Ausgabe des Kiezkickers (vom 09.05.2010):

The Great Eintrittsgeld Swindle

Wie ihr sicher alle mitbekommen habt, haben wir im Vorfeld des Wiederholungssieles gegen den FSV Brandis in Beucha den Vereinsvertreter_innen die Zusage abgerungen, dass der erzielte Gewinn aus den Eintrittsgeldern den Verletzten vom 24.10.09 zugute kommen. Trotz dem ganzen Bullshit, den Vertreter_innen des FSV Brandis nach dem Nazi-Überfall von sich gegeben haben, empfanden wir diese Absprache als verbindlich. Im Glauben an „das Gute im Brandiser“ waren wir so naiv und haben ihnen sogar vereinbarungsgemäß das Geld der von uns in den Fanbussen verkauften Karten in die Hand gegeben – 500 Euro. Ein schwerer Fehler (und eine Riesendummheit) von uns, hatten wir euch doch noch in den Fanbussen motiviert den Eintritt zu bezahlen, schließlich sollte er für den guten Zweck sein. Die Ernüchterung erfolgte 10 Tage später beim Rückspiel im Sportpark Dölitz. Gerd Große, Pressesprecher des Vereins, überreichte uns voller Überheblichkeit 150 Euro. Ein schlechter Witz – bei circa 700 Zuschauern und einem Eintrittspreis von 2 Euro kann sich jedeR ausrechnen, um was der FSV Brandis uns bzw. die Verletzten betrogen hat. Dabei war Große sich nicht zu dumm, zu betonen, (mehr …)

An Dreistigkeit kaum zu überbieten (Update)

Montag, April 19th, 2010

Update: Der Hohn der Brandiser nimmt kein Ende. (siehe unten)

Gestern siegte der RSL grandios über die „Rumpeltruppe“ (Zitat: Sprechchor Ostkurve) vom FSV Brandis. Großer Andrang herrschte am Einlass, darunter auch 2 Nazis die aus ihrem braunen Nest nach Dölitz gefunden hatten. Einer wurde per „Gesichtserkennung“ enttarnt und der andere machte gar keinen Hehl aus seiner Gesinnung und stand mit Thor Steinar Klamotte vorm Einlass rum (wo sie auch blieben).

Das sich auch solches Publikum in Dölitz einfinden würde, war zu erwarten. Was dann aber nach dem Spiel passierte, entbehrt jeglichem Respekt gegenüber den Betroffenen des Überfalls und zeugt vom fehlenden Schuldbewusstsein beim FSV Brandis. Denn nach dem Spiel kam es zur „feierlichen“ Übergabe der Eintrittsgelder vom Nachholspiel in Beucha. (mehr …)