Zum folgenden Artikel kann mensch wohl das gleiche sagen, wie Adam Bednarsky über Mügeln. Die Presseberichterstattung über den RSL hat sich bewegt – in den letzten 2 Jahren.
Wer hier aber „Rechtsaußen“ eine „Manndeckung“ gibt, bleibt ungeklärt.
Deutschlandradio hat ein Interview mit Vertreter_innen des RSL geführt. Es geht um Mügeln, Brandis, zurückgezogene Interviews mit der Polizei, die sächsische Provinz, die Diskrepanz zwischen dem DFB und dem sächsischen Fußballverband, etc. Ein sehr empfehlenswerter Beitrag!
Wir sind ja nun mit einigen Erwartungen nach Dahlen gefahren. Da gab es Gerüchte über Nazis, die sich angekündigt hätten und auch die Spielweise der Dahlener war als eher „ungraziös“ bezeichnet worden. Wir wurden in beider Hinsicht überrascht.
Die Anfahrt dauerte ca. eine Stunde und endete in einer immer enger werdenden Straße schließlich am Bolzplatz, was sich schon an der massiven Polizeipräsenz ablesen ließ. Das wir auf dem richtigen Weg sein mussten, ließ sich aber auch schon ein paar Meter vorher, an den 5 Dorfnazis erkennen, die sich wohl geradewegs aus den 90ern zum Fußball begaben. Die Herren mit Glatze, Tarnmusterhosen und Bomberjacken und die Frauen mit bis auf den Pony kahl geschorenen Köpfen. Sollte wohl sowas wie eine Renee Frisur darstellen. Wir lachten herzlich und dachten noch „wie retro“.
Die Eingänge waren strikt nach RSL Fans auf der einen und „alle anderen“ auf der anderen Seite getrennt. Der Zustrom von Dahlener Fans riss nicht ab und darunter befanden sich dann auch tatsächlich verschiedene Grüppchen von Nazis. Diese riefen (mehr …)
Eine kurze Zusammenfassung der Zustände, auf die auswärts reisende RSL Fans (und die die dort eh leben/wohnen müssen) in den letzten Monaten allzu oft stießen.
Am heutigen Tag hat das Sportgericht gleich 2 Entscheidungen bzgl. des RSL fällen müssen. Zum Ersten die Berufung von Ablass-Mügeln und zum Zweiten den Spielerausschluss beim Heimspiel der RSL’er gegen Oschatz. Und nun zu den Urteilen: (mehr …)
Fußball in der beschädigten Welt – Erfahrungen des „Roten Stern Leipzig“
Kurzbeschreibung
Am 24. April gab es in der Stadt, die vor drei Jahren durch eine Hetzjagd auf acht Inder berühmt wurde, einen Spielabbruch eines Fußballspieles, den anwesende Neonazis durch antisemitische und rassistische Sprechchöre provozierten. Es war ein Auswärtsspiel des Roter Stern Leipzig(RSL), der gegen den SC Mügeln-Ablass antreten sollte. Was in Mügeln los war, war außergewöhnlich und ist dennoch Alltag. Radio Corax sprach mit einem der Spieler des RSL über diesen (Fußball)Alltag in der sächsischen Provinz, die Anfeindungen gegen den Antirassistischen Verein, die Berichterstattung in den lokalen Medien und die Konsequenzen für diejenigen, die jedes Wochenende unter Polizeischutz Fußball spielen müssen.
Gestern tagte das sächsische Sportgericht bezüglich der Partie „Mügeln Ablass – Roter Stern Leipzig“ und stellte Erstaunliches fest. Das Spiel wurde für den RSL gewertet!
Das diese Entscheidung richtig ist, ist wohl klar. Dennoch hatten nicht wenige überhaupt damit gerechnet. Betrachtet mensch die Urteile die bezüglich Brandis gefällt wurden und geht mensch davon aus das es sich um das selbe Sportgericht handelt, fragt mensch sich schon wieso es (in diesem Fall) zu dieser Kehrtwende kommt. Mensch könnte vermuten das es da einen Rüffel „von oben“ gegeben hat. Das ist aber nur Spekulation.
Kommen wir nun wieder zu den Tatsachen: Der RSL muss 150€ Strafe für (mehr …)
Und weil in Mügeln immer noch gesungen wird, was zu dumm ist es auszusprechen…
…um des Zitats willen, sei darauf hingewiesen, das die „Gesänge“ und Drohungen der Mügelner_innen nicht dumm , sondern brandgefährlich und auch als solches verstanden werden müssen!
Und nun ein paar Zitate vom Vereinssprecher von SV Mügeln-Ablass gefunden in der Provinzpostille:
Als eine offensichtlich rechtsradikale Gruppierung am Sportplatz erschien, habe man ihr den Zutritt nicht verweigern können. „Dann hätten wir ja auch der linken Gruppe vom Roten Stern ein Einlassverbot erteilen müssen“, begründete Greschner die Entscheidung. ‚Mügeln – ein Verein “denkt auf jeden Fall darüber nach”‘ weiterlesen