Posts Tagged ‘Nazis’

Handlungsreisende in Sachen Toleranz

Dienstag, April 10th, 2012

Zum folgenden Artikel kann mensch wohl das gleiche sagen, wie Adam Bednarsky über Mügeln. Die Presseberichterstattung über den RSL hat sich bewegt – in den letzten 2 Jahren.
Wer hier aber „Rechtsaußen“ eine „Manndeckung“ gibt, bleibt ungeklärt.

Zum Artikel „Manndeckung für Rechtsaußen“ aus der Stuttgarter Zeitung, 08.04.2012.

Brandis lässt von sich hören

Donnerstag, März 22nd, 2012

Lang hatten wir schon nichts mehr von Brandis gehört. Doch nun meldet sich die Dorfgemeinschaft östlich von Leipzig, mit neuen (und dennoch bekannten) Hits in der Naunhofer Parthelandhalle zurück.

Beim Hobbyfußball-Turnier „Raiba-Cup“ in der Naunhofer Parthelandhalle sind am Wochenende rechtsradikale Schmähgesänge angestimmt worden. Wie die Polizei mitteilte, erklangen am Samstagmorgen gegen 0.30 Uhr während des Spiels einer Brandiser Auswahl Lieder mit volksverhetzendem Inhalt.

Die Beamten griffen ein und stellten die Identität der Täter innerhalb einer zwölfköpfigen Fangruppe fest. Der Veranstalter des Hobbyturniers sprach den mutmaßlichen Neonazis ein Hausverbot aus und erstattete Anzeige.

Quelle: Oschatzer Allgemeine – Rechtsradikale Schmähgesange bei Hobbyfußball-Turnier in Naunhof

Der Veranstalter bestätigte übrigens gegenüber Chronik.LE, dass die Rufe von Leuten aus Brandis kamen. Demnach wurde das sächsische U-Bahn-Netz um einen weiteren Haltepunkt in Naunhof erweitert. Sachsen hat bereits das weltgrößte U-Bahnnetz, Tatort Brandis berichtete.

Leider neigen viele Menschen zu unzulässigen Verallgemeinerungen. So auch diesmal ein findiger Onlinejournalist der LVZ, der bemüht war, eine  kleine Zusatzinformation an diese Meldung zu basteln. Tatort Brandis klärt wie immer auf! Der LVZ-Bericht geht folgendermaßen weiter:

Vor drei Jahren war der Brandiser Fußball schon einmal in die Schlagzeilen geraten, als bei einem Bezirksliga-Spiel von Roter Stern Leipzig beim FSV Brandis etwa 50 Neonazis aufs Feld stürmten und die Leipziger Spieler und Fans mit Holzlatten und Eisenstangen attackierten. Bei dem brutalen Überfall waren vier Menschen zum Teil schwer verletzt worden.

Eine unzulässige und journalistisch unterirdische Verknüpfung von verfaultem Apfel und brauner Birne! Wir berichtigen hier gern: Bei dem Hallenturnier in Naunhof spielten Freizeitmannschaften – demzufolge haben Mannschaft wie Anhänger_innen selbiger natürlich NICHTS mit dem FSV Brandis zu tun! Zumindest nicht zwangsläufig.

Viel naheliegender wäre doch folgendes: Selbes Turnier in Naunhof wurde vor zwei Jahren schonmal von Nazis besucht. Damals konnte sich die Polizei noch nicht durchringen, Neonazi-Gesänge als „rechtsradikale“ zu bezeichnen, vielmehr handelte es sich damals noch um „provokative Sprüche“ (Wer hat hier seine Sprache verändert?). Und: „Unter den provozierenden Personen haben sich nach Angaben des Veranstalters ’stadtbekannte Jugendliche aus Brandis‘ befunden“, so auch Mitglieder der lebensbejahenden Volksmusikgruppe „Hardcore Brandis„.

 

Wobei… Liebe LVZ: eine kleine Nachfrage beim „Pressesprecher“ des FSV Brandis kann eigentlich nie schaden. Von dem haben wir auch schon lange nichts mehr gehört!

RBB über Terror Crew Muldental

Donnerstag, Dezember 8th, 2011

Der RBB hat mal zusammengefasst, wie die sächsische Justiz organisierten Nazischlägern in Sachsen zu Leibe rückt.
Mit dabei: die Nazischläger und Brandistäter der „Terror Crew Muldental“.

Die Regierung antwortet auf Pokalspiel

Donnerstag, Oktober 13th, 2011

Miro Jennerjahn von den Grünen hat eine kleine Anfrage im sächsischen Parlament gestellt. Die Fragen beziehen sich auf die Geschehnisse beim Pokalspiel des RSL gegen SG LL.

Die Regierung hat nun geantwortet [pdf].

Kurz zusammen gefasst:

  • Die Polizei hat die Rufe auch gehört und evtl. auch dokumentiert
  • Sie wissen auch das Thomas Gerlach da war (…Person[…]die dem Freien Netz Mitteldeutschland zugeordnet werden kann.)
  • Und es gibt bisher 6 Ermittlungsverfahren u.a. wegen Hitlergruß, Kühnengruß, Doppelsigrune, Vermummung
  • Die Fans der SG LL werden NICHT vom VS beobachtet

Das beste U-Bahnnetz gibt es in Sachsen

Montag, Oktober 3rd, 2011

Wenn mensch von den Erfahrungen von Spielen des Roten Stern Leipzig ausgeht, gibt es nirgendwo ein so gutes U-Bahnnetz wie in Sachsen. Hier kann ganz bequem von Connewitz/Leipzig bis nach Auschwitz gefahren werden. Von so vielen fleißigen Menschen wie sie im Leipziger Umland zu finden sind, kann in Leipzig nur geträumt werden, die eine „U-Bahnlinie“ an der hier seit Jahren gebaut wird, sie wäre mit diesen „Engagierten“ längst fertig und hätte mehr Stationen.

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Restzweifel beim Sportgericht: Unergiebig und nicht wahrgenommen

Freitag, September 30th, 2011

Noch am Tag des Pokalspiels (04.09.2011) SG Leipzig Leutzsch gegen Roter Stern Leipzig wurde ein Verfahren am Sportgericht gegen die SG LL eingeleitet. Dieses wurde heute mit u.a. folgender Begründung eingestellt.

Quelle: Sportgerichtsverfahren gegen die SG Leipzig Leutzsch eingestellt auf der Homepage SG LL

Soweit dem Verein weiter diverse Gesänge seiner Anhänger vorgeworfen wurden, ist das Sportgericht hiervon nicht ohne Restzweifel überzeugt. Nachdem der Verein in seiner Einlassung diese bestritt und sowohl der Schiedsrichterbericht als auch der Bericht des Sicherheitsbeauftragten unergiebig waren, wurden der dem Spiel beiwohnende Sicherheitsbeauftragte Mende sowie SR Rohland nochmals angehört. Sie haben indes die vorgeworfenen Gesänge (bis auf den insoweit nicht relevanten Gesang: „Nur ein Leutzscher ist ein Deutscher“) nicht wahrgenommen. Soweit ein Internetvideo, (mehr …)

[Bremen] Skandal um Prozess gegen NaziHools

Mittwoch, September 28th, 2011

In Bremen wurde am 22.09.2011 der Prozess gegen Mitglieder der Hooligan-Gruppen „Standarte Bremen“ und „Nordsturm Brema“ (NSHB) eröffnet. Diese hatten vor 4 Jahren am 20.01.2007 die Jubiläumsfeier der Ultra-Gruppe „Racaille Verte“ angegriffen und mehrere Menschen z.T. ins Krankenhaus geprügelt.

Hintergrund des Überfalls war die öffentliche Positionierung der Fangruppe  [A.d.R.: Ultra-Gruppe „Racaille Verte“] gegen Rassismus und Diskriminierung. Der Angriff sollte die Fans einschüchtern und sie zur Billigung von rechten Aktivitäten im Stadion selbst und ums Stadion herum bewegen.

Quelle: Pressemitteilung „Rechte Gewalt stoppen!“ vom 25.09.2011

Der Skandal besteht nicht nur in der Verzögerungstaktik der Staatsanwaltschaft Bremen, sondern in dem „Kompromissvorschlag“ den das Gericht nun anstrebt. Dieses tut den Überfall als „szenetypische Auseinandersetzung“ ab und will die Angreifer mit Bewährungsstrafen und Bußgeldern bedenken.

Die Tat war keine Schlägerei zwischen Fußballfans, sondern der Versuch rechter Hooligans, antirassistische Jugendliche einzuschüchtern. Es handelt sich also keinesfalls um eine „szenetypische“ Auseinandersetzung. Dass es sich bei diesem Einschüchterungsversuch nicht um einen Einzelfall handelt, wurde der Öffentlichkeit am vergangenen Donnerstag vorgeführt [A.d.R.: 1. Prozesstag]. Die Täter sowie weitere Angehörige der rechten Szene traten zum Teil vermummt auf und bedrohten alle restlichen anwesenden Personen. Dies wurde von dem Richter und Sicherheitskräften nicht verhindert. Die Fußballfans haben seit langer Zeit mit dieser Bedrohungslage zu kämpfen.

Quelle: Pressemitteilung „Rechte Gewalt stoppen!“ vom 25.09.2011

Die Parallelen zum „Sachsenstubenüberfall“ auf die Ultras „Diablos“ Ende 2007 in Leipzig und zum Naziangriff in Brandis sind offensichtlich. Entpolitisierung und ver-„szene intern“-isierung von gewaltätigen Überfällen durch politisch motivierten Nazischläger.

Weitere Infos findet ihr auf rechtegewaltstoppen.blogsport.de

Vollkommen unstrittig

Freitag, September 9th, 2011

Bis gestern hatte die LVZ noch von „angeblichen“ antisemitischen und nationalistischen Rufen Einzelner und von „Vorwürfen“ durch den Roten Stern Leipzig berichtet.

Nun ist es auch bei der LVZ soweit und jetzt liest sich die Berichterstattung schon anders – will sagen: konkreter:

Nach den rechtsradikalen Sprechchören am vergangenen Sonntag beim Pokalspiel zwischen der SG Leipzig Leutzsch (SGLL) und Roter Stern Leipzig…

Die LVZ braucht halt immer ein bissl länger, ne!

Bürgermeister Rosenthal hat der SG LL nun eine klare Ansage gemacht:
Dreht euch oder es gibt keine städtische Finanzierung mehr!

Engel lenkt ein bischen ein, hat aber noch einen gänzlich unerwarteten Triumph im Ärmel: Linksextremismus!

Zitat aus der L-IZ:

Nun scheint es jedoch auch seitens des Vereins ein erstes Umdenken zu geben. „Wir prüfen schon Maßnahmen und distanzieren uns von extremistischen Äußerungen sowohl aus dem rechten als auch aus dem linken Spektrum„, kommentierte Jamal Engel das Schreiben des Sportbürgermeisters. „Wir werden im geforderten zeitlichen Rahmen eine Antwort geben. Diese einzufordern ist auch das gute Recht von Herrn Rosenthal.“ Man kann also davon ausgehen, dass die SG Leipzig Leutzsch die „extremistische Äußerungen“ aus dem „linken Spektrum“ ebenfalls bis zum 16. September 2011 beweisen wird.

Mensch Engel, auf den Nachweiß von linksextremistischen Äußerungen sind wir aber mal gespannt. Wirklich jetzt!

Quellen:

Verbale Scharmützel [Update]

Montag, September 5th, 2011

Ein Tag nach dem Spiel steht in der LVZ Printausgabe folgender Satz im Bericht zum Pokalspiel SG LL gegen den RSL:

Bis auf die verbalen Scharmützel verlief der Nachmittag friedlich, wie die Organisatoren bestätigte. So begannen „Bambule-Randale“ die einen zu rufen, „Nur  ein Leutzscher ist ein Deutscher“, hielten die anderen dagegen. Ob auch faschistische Lieder, wie einige behaupteten, gesungen wurden, bestätigte der Schiri nicht.

In der Onlineausgabe wird der Teammanager der SG LL  folgend zitiert:

Jamal Engel sprach dagegen insgesamt von einer „guten Stimmung“.

Was der Schiri nicht bestätigen will, und Engel für eine gute Stimmung hält und die/der LVZ Report_in nicht mitbekommen haben will, hörte sich so

Antisemitische Schmährufe aus der Heimkurve

oder so

Nur ein Leutzscher…

und schliesslich auch so an:

Wenn das der Führer wüsst’…

und sieht u.a. so aus:

Quelle: LVZ Online Bildergalerie [link]

Unsere Erwartungen bzgl. der „Fans“ der SG LL wurden gestern weit übertroffen. Eine Mischung aus Nazis aus Leipzig und Umgebung und einem rechtsoffenen Pöbel, der mit den antisemitischen, nationalistischen und rassistischen Äußerungen vieler Heimkurvenbesucher kein Problem hatte.

Da wurde das U-Bahn-Lied angestimmt, „Juden, Juden, Juden“ Rufe und „Sterne in den Zug“ skandiert und auch das „Führerlied“ schallte mehrfach von den Rängen der SG LL.

Schon als wir am Stadion ankamen, riefen uns Fans der SGLL zu: Teutonisch, barbarisch, wir Leutzscher, wir sind arisch – Zitat Jürgen Kassek

Quelle: LVZ Online [link]

Auf dem Bild (oben) wird von einer Person (am linken Bildrand) der „Kühnengruss“ gezeigt. Die nebenstehenden Bereitschaftspolizisten ignorierten dies. Diese waren eher damit beschäftigt die RSL Fans abzufilmen. Nach ca. 5min kamen sie dann doch auf die Idee, den deutsch-nationalen Pöbel vom Zaun zurück zu drängen. Auch das „Führerlied“ wurde von den Bereitschaftspolizisten ignoriert. Dabei ist dies eine ganz klare Verherrlichung des NS und damit strafbar.
Was aber auch strafbar ist, ist „Strafvereitlung im Amt“ und dessen dürften sich so einige Beamten am Sonntag schuldig gemacht haben.

Der Schiedsrichter wurde von Spielern des RSL mehrfach auf die deutlich hörbaren Rufe angesprochen. Dieser meinte er könne das Spiel nicht unter- oder abbrechen, sonst „würde es Ausschreitungen geben“. Eine gelbe Karte für den RSL Spieler und „Jetzt spielen wir erstmal Fußball“ war das einzige was ihm dazu einfiel.
Später behauptete er noch, dass die diskriminierenden Äußerungen im Spielbericht notiert würden. Im Spielbericht steht nichts davon.

Das in Sachsen ein eher lockerer Umgang mit den DFB Richtlinien zum Umgang mit Diskriminierung [DFB Broschüre zum Thema] gepflegt wird, ist ja bekannt. Gestern haben die Ordner_innen, die Schiedsrichter sowie die Verantwortlichen der SG LL offen gezeigt, dass sie keinerlei Probleme mit antisemitischen oder rassistischen Parolen und denen die sie äußern haben. Die restlichen „unpolitischen“ SG LL Anhänger_innen eingeschlossen.

Vereinssprecher Jamal Engel schließt Augen und Ohren

Ich befasse mich nicht mit Politik. Im Spielberichtsbogen steht nichts dergleichen drin, also muss ich mich auch nicht damit befassen.

Quelle: LVZ Online [link]

und öffnet Türen. Eine Gruppe von Nazis, welche bereits lange vor Anpfiff an der Kegelbahn rumlungerte und die eintreffenden Sternespieler mit dem U-Bahn-Lied empfing, wurde vom unpolitischen Jamal explizit ins Stadion gebeten. Irgendjemand muss ja schliesslich für die „gute Stimmung“ sorgen…

Die Bilder und „Hörbeispiele“ belegen was sich am Sonntag Bahn brach. Auch wenn es nicht im Spielbericht steht, so ist es dennoch Realität.

SG Leipzig-Deutzsch: Faschistisch, arisch, ansonsten seid ihr gar nichts!

andere Stimmen:

UPDATE:

Die heutige LVZ hat das zu bieten:

Pokal-Nachspiel

Vorwürfe von beiden Seiten

Leipzig. Die Sache war eigentlich klar entschieden: Mit 10:0 hatte die SG Leipzig-Leutzsch Pokalkontrahent Roter Stern vom Platz gefegt – doch von Seiten der Verlierer gab es gleich darauf heftige Vorwürfe. So sollen von Zuschauern Nazi-Lieder gesungen worden sein. Wie ein Ohrenzeuge gestern bestätigte, sei das auch in einem Fan-Bereich tatsächlich geschehen.

Auf Nachfrage erklärten allerdings gestern sowohl Lutz Mende vom Sächsischen Fußball-Verband, Schiedsrichter Jens Rohland (Regis-Breitingen) als auch SGL-Sprecher Jamal Engel, dass sie beim Lärm von 1278 Fans davon nichts gehört hätten. „Wenn es das gegeben hat, so bedauern wir das und werden mit entsprechenden Maßnahmen dagegen vorgehen“, sagte Engel. Er bescheinigte Roter Stern, ein schlechter Verlierer zu sein.

„Wir lassen uns aber nicht in eine rechtsradikale Ecke drängen, wie das wohl die Absicht von Roter Stern ist“, wehrt er sich gegen Vorwürfe, sein Verein sei „ein Nazi-Verein“. Bei der SGL spielen etwa 30 Prozent Kinder und Jugendliche mit so genanntem Migrationshintergrund. In der Sachsenliga-Elf sind mit Fawad Wororzay (Wurzeln in Afghanistan) und Mohammed Al-Ghufri (Jemen) junge Kicker am Ball. „Mit diesen schlimmen Aussagen wird eindeutig versucht, politische Ziele in den Fußballsport zu bringen. Diese Leute wollen ihren Extremismus leben und den Sport dazu missbrauchen“, bezieht Engel auch im Namen seines Vorstandes Stellung.

Bereits als er das Stadiongelände betrat, sei er von gegnerischen Zuschauern aufs Übelste beleidigt worden. „Die jungen Fußballer um mich herum wussten gar nicht, wie ihnen geschah, als auch sie als ,Nazis‘ beschimpft wurden. Das war bestimmt ein Schock für die Kinder.“

Die Grünen-Politiker Monika Lazar und Jürgen Kasek, beide Augenzeugen der Partie, verwiesen gestern gegenüber LVZ-online darauf, dass im Stadion von Seiten der SGL-Anhänger deutlich rechtsradikale Rufe zu hören gewesen seien. Ein Spieler von Roter Stern, der seinen Namen nicht nennen wollte, berichtete davon, wie er vor dem gegnerischen Fanblock beschimpft wurde.

Irgendwie erinnert das ja an dieses Bild:

Es fragt sich, was den drei Herren noch vorgelegt werden muss, damit sie sich mit dem Thema beschäftigen. Aber wenisgtens Jamal Engel glänzt noch mal mit einer super Argumentation: „Bei der SGL spielen etwa 30 Prozent Kinder und Jugendliche mit so genanntem Migrationshintergrund.“

Ja weil es auch welche mit „Migrationshintergund“ gibt, können wir doch auch gar keine Rassisten oder Nazis sein. Sehr einleuchtende Argumentation, nicht nur, dass auch „Ausländer“ Rassisten sein können, das spielt dabei nämlich gar keine Rolle, nein, auch die von Rassisten und Nazis sehr gerne hervorgebrachte Aussage: „Ich hab auch Ausländer als Freunde, die sind ja auch ganz ok, aber die Anderen die nicht arbeiten…“ oder „Die sind ja nicht alle so, ich hab ja selber auch Ausländer Freunde, aber man wird ja nochmal sagen dürfen…“. Gerne wird Unterschieden in „gute“ und „böse“ „Ausländer“, die Einen arbeiten, sind angepasst und mein Freund und die Anderen arbeitlos, kriminell usw.. Es ist immer die gleiche Leier.

Zusammengefasst, es ist völlig unwichtig wie viele Menschen mit „Migrationshintergrund“ bei der SG LL spielen, es ändert nämlich nicht`s an dem was am Wochenende im Stadion passiert ist. Es konnte jede/r hören und sehen, ebenso die drei Herren, sie wurden sogar mehrmals darauf hingewiesen ohne tätig zu werden.

Und auch die armen „jungen Fußballspieler“ der SG LL sind kein deut besser, wenn sie in der Umkleidekabine singen: „Schlagt die Zecken tot.“ oder ihren Gegenspieler als „Kommunistenschwein“ betiteln. Aber wir wissen es ja, in Leutzsch sind alle „DEUTSCH“, „Fans“, Verantwortliche, Spieler, Schiedsrichter naja und der Verband will sich da ja auch nicht Lumpen lassen, konnte doch schon in der letzten Saison vom Staffelleiter erfahren werden, dass wir hier (Sachsen/Deutschland) nicht in „Judenland“ sind.

Eine weitere spannende Nachfrage hier:

Kam eigentlich niemand auf die Idee, Herrn Engel zu fragen, wie es damals so war, als er noch für den Stern spielte?

http://www.roter-stern-leipzig.de/teams/fussball/alte-herren/tabellen/2002-2003/spieltag2.htm

Herr Engel, wir war das damals bei den schlechten Verlieren und (Links)Extremisten?

 

Die Fans der SG Leipzig Leutzsch im Video: Nichts gehört?

Kreuzer: Man ist überzeugt »unpolitisch«

Samstag, September 3rd, 2011

auch wenn dies bedeutet rechts offen zu sein.

An dieser Stelle möchten wir euch (kurz vorm Risikospiel) einen Artikel vom Leipziger Stadtmagazin Kreuzer empfehlen.

PS: In dem Artikel wird von einem über „Szene- wie auch Landesgrenzen hinaus bekannter aktiver Neonazi und Kameradschaftsführer“ berichtet. Dabei dürfte es sich um Thomas Gerlach handeln. Der hat sogar seinen eigenen Eintrag bei Wikipedia.

Und nun der Artikel.

Connewitzer Sterne gegen Leutzscher Kreuzritter

Warum das Spiel Roter Stern gegen SG Leutzsch schon im Vorfeld brisant ist

Beim Pokalderby treffen zwei Welten aufeinander: Das politische Engagement des Roten Sterns gegen Faschismus im Fußball und das traditionsbewusste und bei einigen Fans nach rechts offene Selbstverständnis der Leutzscher.

Das für kommenden Sonntag, den 4.9., angesetzte Landespokalspiel zwischen den beiden Vereinen Roter Stern Leipzig und Spielvereinigung Leipzig-Leutzsch wird aus Sicherheitsgründen nicht wie vorgesehen im Sportpark Dölitz, der Heimspielstätte der »Sterne« sondern im Stadion des Gegners, dem Alfred-Kunze-Sportpark in Leutzsch stattfinden.

Das wäre an sich keine besondere Nachricht wert. Das Klassifizieren von Sicherheitsspielen und das Abtreten von Heimspielrechten ist schließlich ein übliches, wenn auch für die Betroffenen ein lästiges und unerfreuliches Vorgehen im Fußball. Im Falle des anstehenden Sonntagsderbys kommen jedoch Faktoren zusammen, die der Sache eine zusätzliche Brisanz verleihen und die zeigen, dass es hier um mehr oder gar etwas ganz anderes geht, als Fußball. Ein Blick auf die Hintergründe: (mehr …)