Posts Tagged ‘Polizei’

Handlungsreisende in Sachen Toleranz

Dienstag, April 10th, 2012

Zum folgenden Artikel kann mensch wohl das gleiche sagen, wie Adam Bednarsky über Mügeln. Die Presseberichterstattung über den RSL hat sich bewegt – in den letzten 2 Jahren.
Wer hier aber „Rechtsaußen“ eine „Manndeckung“ gibt, bleibt ungeklärt.

Zum Artikel „Manndeckung für Rechtsaußen“ aus der Stuttgarter Zeitung, 08.04.2012.

Marmor Stein und Eisen bricht…

Dienstag, November 29th, 2011

An dieser Stelle dokumentieren wir einen Artikel, den wir im Kiezkicker gefunden haben.

Marmor Stein und Eisen bricht…

Das der Rote Stern ein besonders liebevolles Verhältnis zur Polizei hätte, haben wohl in 12 Jahren Vereinsgeschichte nur die wenigsten so unterschrieben. Dennoch hat sich in den letzten 2 Jahren in dieser Beziehung einiges getan. Nach unserem Auswärtsspiel in Naunhof am 6.11.2011 wurde diese s Verhältnis wieder auf Anfang gesetzt.
Eine etwas andere Liebesgeschichte.

Man lernt sich kennen

Nach dem Überfall von 50 Neonazis auf uns vor 2 Jahren beim Bezirksklassespiel gegen Brandis geriet die Polizei unter Druck. An diesem Tag kam die Polizei zu einer ungewöhnlichen Gefahreneinschätzung und „sicherte“ dieses Spiel mit gerade mal meiner Handvoll Bürgerpolizisten ab. Seitdem wurden die Auswärtsspiele des RSL in der sächsischen Provinz regelmäßig von einer stattlichen Zahl von Beamten der Bereitschaftspolizei begleitet. Ganz klar: Ein zweites Brandis wollten und konnten sie sich nicht leisten, offiziell mussten die Fans des RSL von nun an beschützt werden. Auswärtserfahrungen wie Mügeln und Schildau 2010 bestätigten: Nazis freuen sich auf das Erscheinen des RSL in ihrer Homezone, die Polizei ist von nun ständiger Begleiter des RSL. (mehr …)

Die Regierung antwortet auf Pokalspiel

Donnerstag, Oktober 13th, 2011

Miro Jennerjahn von den Grünen hat eine kleine Anfrage im sächsischen Parlament gestellt. Die Fragen beziehen sich auf die Geschehnisse beim Pokalspiel des RSL gegen SG LL.

Die Regierung hat nun geantwortet [pdf].

Kurz zusammen gefasst:

  • Die Polizei hat die Rufe auch gehört und evtl. auch dokumentiert
  • Sie wissen auch das Thomas Gerlach da war (…Person[…]die dem Freien Netz Mitteldeutschland zugeordnet werden kann.)
  • Und es gibt bisher 6 Ermittlungsverfahren u.a. wegen Hitlergruß, Kühnengruß, Doppelsigrune, Vermummung
  • Die Fans der SG LL werden NICHT vom VS beobachtet

Das beste U-Bahnnetz gibt es in Sachsen

Montag, Oktober 3rd, 2011

Wenn mensch von den Erfahrungen von Spielen des Roten Stern Leipzig ausgeht, gibt es nirgendwo ein so gutes U-Bahnnetz wie in Sachsen. Hier kann ganz bequem von Connewitz/Leipzig bis nach Auschwitz gefahren werden. Von so vielen fleißigen Menschen wie sie im Leipziger Umland zu finden sind, kann in Leipzig nur geträumt werden, die eine „U-Bahnlinie“ an der hier seit Jahren gebaut wird, sie wäre mit diesen „Engagierten“ längst fertig und hätte mehr Stationen.

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DRadio Interview: Ein zweites Mügeln, scheint nur eine Frage der Zeit

Mittwoch, April 27th, 2011

Deutschlandradio hat ein Interview mit Vertreter_innen des RSL geführt. Es geht um Mügeln, Brandis, zurückgezogene Interviews mit der Polizei, die sächsische Provinz, die Diskrepanz zwischen dem DFB und dem sächsischen Fußballverband, etc. Ein sehr empfehlenswerter Beitrag!

zum hören: Deutschlandradio Interview Roter Stern Leipzig

zum nachlesen: In Sachsen kämpft ein Fußballverein für Toleranz und gegen Fremdenhass.

Was Sie über den DFB vielleicht noch nicht wussten

Dienstag, April 26th, 2011

Am Ostermontag spielte die 1. Herren des RSL auswärts gegen den SV Zschepplin.
Am Acker angekommen, fiel den Fans zuerst das übliche Polizeigroßaufgebot ins Auge. Neben den sehr motiviert wirkenden Einsatzkräften, sorgten ca. 47.000km rot-weißes Absperrband, welches einmal komplett um den für uns vorgesehen Bereich flatterte, für noch mehr Sicherheit.

Als die Beamt_innen die von RSL Fans mitgebrachten Transparente (im Fachjargon: „politische Gegenstände“, siehe Arenaordnung Süptitz) entdeckten, wollten sie diese nicht mit rein lassen. Wegen politische Inhalte und Provokation und so, verstehste?! (Auf einem Transparent, ist angeblich ein Elefant und ein Hakenkreuz abgebildet. Unfassbar!)

Mittlerweile hat sich bei den Auswärtsfans aber die Regel „Wenn wir nicht unsere Transparente drinnen aufhängen dürfen, dann hängen wir und die Transparente eben draußen rum“ durchgesetzt. An der Stelle weicht die oft proklamierte „Politische Neutralität“ (Erklärung folgt weiter unten) der Vereine dann aber aber genau so oft, der grausigen Vorstellung auf den Jahresumsatz durch Bier- und Grillgutverzehr durch die zahlreichen RSL’er_innen verzichten zu müssen.

Daraufhin kam es zu einem „geheimen“ (bzw. abseits der Fans abgehaltenen) Gespräch (mehr …)

Hilfe, der RSL kommt

Sonntag, April 17th, 2011

Das für den vergangenen Samstag angesetzte Spiel der 1. Herren RSL gegen den SV Süptitz wurde vom Verband verschoben. Die Begründung: Polizeilicher Notstand!

Nachdem für das Auswärtsspiel gegen Schildau, das Heimrecht gedreht wurde (siehe hier), hatten sich Nazis wohl überlegt die nächste „Gelegenheit“ in Süpitz wahrzunehmen. Und wenn selbst die Polizei schon was ahnt, dann müssen es die Spatzen schon ziemlich laut von den Dächern gepfiffen haben. (mehr …)

Pressespiegel: Hallenturnier in Beilrode ’11

Donnerstag, Februar 10th, 2011

Berichterstattung zu den antisemitischen (Aus)Vorfällen:

dokumentierte (offline) Presseartikel:

  • Torgauer Zeitung (Januar 2011):
Nur Plattform für Chaoten?

Fußball (TZ/LAND). Angesichts des Großaufgebots an Polizei sowie Security in und um die Beilroder Ostelbienhalle geriet der Fußball am Samstagnachmittag fast zur Nebensache. Einmal mehr brach sich bei Spielen mit Beteiligung des Roten Sterns Leipzig der Stumpfsinn hohle Bahn: Ungefähr 30 Personen, die eindeutig dem rechten Spektrum zuzurechnen und teilweise vermummt waren, provozierten mit Gesängen weit unter der moralischen Gürtellinie wie „Ostdeutschland – Naziland.“

Einzig und allein dem besonnenen und bestimmten Auftreten des Turnierleiters des Sächsischen Fußballverbandes, Eberhard Sowa, der per Mikrofon klare Ansagen machte, und der Polizei war es zu verdanken, dass es „nur“ bei verbalen Scharmützeln blieb. Die Beamten räumten schließlich den Block, als die unterirdischen und menschenverachtenden Sprechchöre nicht verstummten. […]

und als wäre das alles nicht schlimm genug:

[…] Der gastgebende FSV Beilrode 09 musste zudem die kurzfristigen Absagen von Eilenburg und Taucha zur Kenntnis nehmen, sodass aus zwei Staffeln eine wurde.

  • Interview mit Torgaus Revierleiter Jens Galka in der Torgauer Zeitung (Januar 2011)

TZ: Konnten Sie den Einsatz als Erfolg verbuchen?
Jens Galka: Es war ein guter Einsatz. Das Turnier ist ohne große Störungen vonstatten gegangen.

Ohne große Störungen?
Mit den Veranstaltern war abgesprochen, dass wir den Außenbereich sichern und bereit stehen, wenn die Security-Kräfte in der Halle mit einer Situation überfordert sind. Das war der Fall, als eine Gruppe Jugendlicher sich vermummte und nazistische und antisemitische Parolen grölte. Daraufhin wurde beschlossen, diese Personen zu entfernen.

Das hat die Polizei übernommen.
Wir haben 36 Jugendliche aus der Halle gebracht und Platzverweise ausgesprochen. Die Jugendlichen haben auch keinen Widerstand geleistet, sodass alles gewaltfrei passieren konnte.

Gab es nach dem Rauswurf ein Nachspiel?
Drinnen und draußen ist ruhig geblieben. Das Turnier verlief von da ab ohne weitere Zwischenfälle. Allerdings müssen sieben der Störer mit Anzeigen rechnen.

Woher kamen die Störer?
Sie gehörten zu keiner Mannschaft, kamen zum Teil direkt aus der Gegend, oder waren von weit angereist.

Wie viele Kräfte waren im Einsatz, woher kamen sie?
Wir hatten 60 Kolleginnen und Kollegen aus dem Revier, der Polizeidirektion und der Bereitschaftspolizei im Einsatz. Nach unseren Erfahrungen mit Spielen von Roter Stern auf hiesigen Plätzen waren wir gewarnt.

Wie lief die Zusammenarbeit mit den Veranstaltern?
Problemlos. Es hatte bereits Ende Dezember Vorberatungen gegeben. Die Aufgaben war klar verteilt. Es herrschte auch Einigkeit, als es darum ging, die Störer aus der Halle zu bringen. Diese Grölereien warfen schließlich kein gutes Licht auf die Veranstaltung.