Posts Tagged ‘Rassismus’

Die Regierung antwortet auf Pokalspiel

Donnerstag, Oktober 13th, 2011

Miro Jennerjahn von den Grünen hat eine kleine Anfrage im sächsischen Parlament gestellt. Die Fragen beziehen sich auf die Geschehnisse beim Pokalspiel des RSL gegen SG LL.

Die Regierung hat nun geantwortet [pdf].

Kurz zusammen gefasst:

  • Die Polizei hat die Rufe auch gehört und evtl. auch dokumentiert
  • Sie wissen auch das Thomas Gerlach da war (…Person[…]die dem Freien Netz Mitteldeutschland zugeordnet werden kann.)
  • Und es gibt bisher 6 Ermittlungsverfahren u.a. wegen Hitlergruß, Kühnengruß, Doppelsigrune, Vermummung
  • Die Fans der SG LL werden NICHT vom VS beobachtet

„Wie soll ich ein Rassist sein – in meiner Schokohaut“

Samstag, September 17th, 2011

Auf die Vorwürfe bzgl. des Pokalspiel der SG LL gegen den RSL hatte Vereinssprecher Jamal Engel  (jamal.engel@hörgeräte24.de) ja nun mehrfach auf die vielen Spieler mit „nicht-deutscher“ Nationalität hingewiesen, die da in seinem Verein spielen. Sehr zu seiner Verwunderung entband ihn das nicht von dem Vorwurf auf dem rechten Gehörgang taub zu sein.

Um diesem „Argument“ (a la „Wir können keine Rassisten sein, denn bei uns spielen doch auch Ausländer mit“) nochmals Gewicht zu verleihen, hat sich die PR Abteilung bei SG Leipzig-Deutzsch was ganz Großes einfallen lassen.

Quelle: Website der SG LL

„Einfach nur Fußball“ steht da zu lesen. Den kleinen Seitenhieb auf den bösen (weil politischen) RSL, der da immer daher kommt und wahllos mit Rassismusvorwürfen um sich wirft, nehmen wir dankend entgegen.

Das Bild erklärt sich von selbst. Es soll uns wohl sagen: Seht her, bei der SG LL ist „Multikulti“ nicht gescheitert! Bei uns stimmt die Chemie!

Das in deutschen Fußballvereinen Menschen verschiedenster Nationalitäten spielen ist weder neu noch irgendwie besonders, sondern mittlerweile einfach gesellschaftliche Normalität. Willkommen im Jahr 2011, Herr Engel. Das Herr Engel das immer noch für erwähnenswert hält, vermittelt eher den Eindruck das es für ihn keine Normalität darstellt.

Normalität bedeutet bei der SG LL aber eben auch rassistisches und NS-verherrlichendes Gegröle von  Zuschauer_innen und „Schlagt die Zecken tot“ Gesänge von SG LL Spielern. Dagegen helfen dann auch noch so viele „Ausländer“ auf dem Platz nichts.

DRadio Interview: Ein zweites Mügeln, scheint nur eine Frage der Zeit

Mittwoch, April 27th, 2011

Deutschlandradio hat ein Interview mit Vertreter_innen des RSL geführt. Es geht um Mügeln, Brandis, zurückgezogene Interviews mit der Polizei, die sächsische Provinz, die Diskrepanz zwischen dem DFB und dem sächsischen Fußballverband, etc. Ein sehr empfehlenswerter Beitrag!

zum hören: Deutschlandradio Interview Roter Stern Leipzig

zum nachlesen: In Sachsen kämpft ein Fußballverein für Toleranz und gegen Fremdenhass.

Roter Stern Leipzig: hetzerisch und linksradikal (Update)

Mittwoch, September 22nd, 2010

Reist der Rote Stern Leipzig zwecks Auswärtsspiel in die Provinz, dann fallen mit aller Regelmäßigkeit auch Nazis aus dem Himmel, direkt in die Zuschauermenge des gastgebenden Vereins. Jedenfalls sind dann die Nazis, laut den Ortsansässigen,  „noch nie hier gewesen“ und schon garnicht „von hier“. Im selben Atemzug bekommt mensch auch gleich noch mitgeteilt, dass „die“ nur deswegen da sind, weil wir da wären. Genau so, siehts aus! Doch nun wendet sich das Blatt.

Denn nun ist Schluss mit der „linksradikalen Hetze durch den Roten Stern Leipzig“. NPD Kandidat und Blue Caps (mehr …)

MDR Dabei ab 2: Der RSL: ein rotes Tuch für die Rechten

Donnerstag, September 16th, 2010

Eine kurze Zusammenfassung der Zustände, auf die auswärts reisende RSL Fans (und die die dort eh leben/wohnen müssen) in den letzten Monaten allzu oft stießen.

Quelle: MDR Dabei ab 2 (6.9.10)

(Nichts) Neues aus der der Barbarei

Montag, Juli 26th, 2010

So kurz vor dem neuen Saisonbeginn möchten wir euch auf den Artikel „Ein Ort in Angst – „Wenn wir das Haus wegfliegen könnten, wären wir schon lange weg““ im Störungsmelder von Zeit.de hinweisen.

Der Name des Ortes um den es geht ist auch uns bekannt. Dabei ist es allerdings völlig egal, um welchen Ort es genau geht, denn die nehmen sich bekanntermaßen nicht viel. Die Zustände, die im Artikel beschrieben werden, lassen sich in unterschiedlicher Ausprägung in fast allen Orten der sächsischen Provinz finden. Oder in den sächsischen „Groß“-Städten oder eben in Dortmund oder sonstwo in Deutschland oder Polen, Italien, Tschechien, Russland, usw. (usw., usw., usw.)

Wir empfehlen auch die Kommentare zum Artikel. Dort zeigt mensch sich erschüttert und empört und fordert „hartes Durchgreifen“, et cetera. Wir wundern uns überhaupt nicht und sind schon zu oft „erschüttert“ worden. Wer das Glück hat außerhalb dieser „national befreiten Zonen“ zu leben und denkt es handle sich hier im einen „extremen Zustand“, dem sei empfohlen einfach in irgendeine Stadt/Dorf in Sachsen zu fahren und dort mal zu zweit „gleichgeschlechtlich“-händchenhaltend über den Marktplatz zu gehen. Auch ein T-Shirt mit nem Aufdruck „Laut gegen Nazis“ oder ähnliches, wird über kurz oder lang zu Pöbeleien bis hin zu Übergriffen durch Einwohner_innen führen. Versprochen!



Ein Ort in Angst – „Wenn wir das Haus wegfliegen könnten, wären wir schon lange weg“

Von Störungsmelder 24. Juli 2010 um 08:26 Uhr

Zeichen in der Alltagskultur: Zigarettenautomat mit rechtsextremem Dekor Foto: © ngn / sr

Was bedeutet das Schlagwort der “national befreiten Zonen” praktisch? Wie lebt es sich, wenn man Grundstücksnachbar einer führenden Nazi-Familie im Ort wird? Oder wenn eine Familie zum Ziel rechtsextremer Angriffe wird, weil ein Sohn Musik in einer Band macht? Wenn man sich nachts nicht mehr auf die Straße traut, weil dort die Rechtsextremen Streife fahren? Ein Ortsbesuch in XX*, einer knapp 5.000-Einwohner-Stadt in Sachsen. (mehr …)

Sächsisches Sportgericht vs UEFA feat. DFB

Dienstag, Juni 1st, 2010

Am heutigen Tag hat das Sportgericht gleich 2 Entscheidungen bzgl. des RSL fällen müssen. Zum Ersten die Berufung von Ablass-Mügeln und zum Zweiten den Spielerausschluss beim Heimspiel der RSL’er gegen Oschatz. Und nun zu den Urteilen: (mehr …)

Was kostet Rassismus und Homophobie? [Update]

Samstag, Mai 8th, 2010

Gestern tagte das sächsische Sportgericht bezüglich der Partie „Mügeln Ablass – Roter Stern Leipzig“ und stellte Erstaunliches fest. Das Spiel wurde für den RSL gewertet!

Das diese Entscheidung richtig ist, ist wohl klar. Dennoch hatten nicht wenige überhaupt damit gerechnet. Betrachtet mensch die Urteile die bezüglich Brandis  gefällt wurden und geht mensch davon aus das es sich um das selbe Sportgericht handelt, fragt mensch sich schon wieso es (in diesem Fall) zu dieser Kehrtwende kommt. Mensch könnte  vermuten das es da einen Rüffel „von oben“ gegeben hat. Das ist aber nur Spekulation.

Kommen wir nun wieder zu den Tatsachen: Der RSL muss 150€ Strafe für (mehr …)

Mügeln – Szenen aus der Barbarei

Mittwoch, April 28th, 2010

Das Video wurde leider von Youtube gelöscht. Aber es gibt ja noch genug andere Videos die das gleiche zeigen.

Mügeln – Ein Bericht von Menschen die tatsächlich vor Ort waren

Dienstag, April 27th, 2010

Mügeln – und es hat sich nichts geändert

An dieser Stelle wollen wir euch einen sehr genauen Augenzeugenbericht vorstellen. Der/die Autor_in beschreibt den Verlauf des Nachmittags sehr genau und entspricht auch den von uns gesammelten Berichten derer die am Samstag tatsächlich da waren. Der Großteil der bisherigen Presseartikel hat kaum  Infomationswert, da offensichtlich keine Journalisten vor Ort waren und die Presseartikel dementsprechend nur aus „Rechts provoziert Links und umgekehrt“ Vermutungen und den Tatsachenverdrehungen der Prügelbullenpressemitteilungen zusammengeschustert wurden. (Ps: Auch wir haben von dem Prügelbullen mit dem roten Bart gehört, der so glänzende „Polizeiarbeit“ geleistet hat, inklusive der tatkräftigen Unterstützung seiner Kolleg_innEn)

Vielen Dank für diesen Bericht! Wer wissen will wie es wirklich war, sollte weiterlesen…

Quelle: Indymedia

Am 24.04.2010 kam es erneut zu einem von Neonazis verursachten Abbruch bei einem Fussballspiel des Roten Stern Leipzig. Diesmal bei einem Auswärtsspiel in Mügeln. Wer sich jetzt denkt, Mügeln da war doch was, der erinnert sich bestimmt gut an den August 2007, bei dem es hieß: Deutsche gegen Inder, 50 gegen 8 oder auch Stadtfest gegen Pizzeria! Indymedia berichtete. Das knapp 3 Jahre nach der Hetzjagd in Sachen antifaschistischer Aufklärung nicht viel passiert ist beweisen die Ereignisse vom letzten Samstag! Hier ein Erfahrungsbericht. (mehr …)