Posts Tagged ‘Roter Stern Leipzig’

Handlungsreisende in Sachen Toleranz

Dienstag, April 10th, 2012

Zum folgenden Artikel kann mensch wohl das gleiche sagen, wie Adam Bednarsky über Mügeln. Die Presseberichterstattung über den RSL hat sich bewegt – in den letzten 2 Jahren.
Wer hier aber „Rechtsaußen“ eine „Manndeckung“ gibt, bleibt ungeklärt.

Zum Artikel „Manndeckung für Rechtsaußen“ aus der Stuttgarter Zeitung, 08.04.2012.

Restzweifel beim Sportgericht: Unergiebig und nicht wahrgenommen

Freitag, September 30th, 2011

Noch am Tag des Pokalspiels (04.09.2011) SG Leipzig Leutzsch gegen Roter Stern Leipzig wurde ein Verfahren am Sportgericht gegen die SG LL eingeleitet. Dieses wurde heute mit u.a. folgender Begründung eingestellt.

Quelle: Sportgerichtsverfahren gegen die SG Leipzig Leutzsch eingestellt auf der Homepage SG LL

Soweit dem Verein weiter diverse Gesänge seiner Anhänger vorgeworfen wurden, ist das Sportgericht hiervon nicht ohne Restzweifel überzeugt. Nachdem der Verein in seiner Einlassung diese bestritt und sowohl der Schiedsrichterbericht als auch der Bericht des Sicherheitsbeauftragten unergiebig waren, wurden der dem Spiel beiwohnende Sicherheitsbeauftragte Mende sowie SR Rohland nochmals angehört. Sie haben indes die vorgeworfenen Gesänge (bis auf den insoweit nicht relevanten Gesang: „Nur ein Leutzscher ist ein Deutscher“) nicht wahrgenommen. Soweit ein Internetvideo, (mehr …)

Von nichts gehört

Donnerstag, September 8th, 2011

Interview bei Radio Blau zum „Spiel der guten Stimmung“

Freie Radios: Skandalöse Vorfälle beim Sachsenpokalspiel Sg Leipzig Leutzsch vs. Roter Stern Leipzig [9:00min]

Interview bei Radio Blau

Kreuzer: Man ist überzeugt »unpolitisch«

Samstag, September 3rd, 2011

auch wenn dies bedeutet rechts offen zu sein.

An dieser Stelle möchten wir euch (kurz vorm Risikospiel) einen Artikel vom Leipziger Stadtmagazin Kreuzer empfehlen.

PS: In dem Artikel wird von einem über „Szene- wie auch Landesgrenzen hinaus bekannter aktiver Neonazi und Kameradschaftsführer“ berichtet. Dabei dürfte es sich um Thomas Gerlach handeln. Der hat sogar seinen eigenen Eintrag bei Wikipedia.

Und nun der Artikel.

Connewitzer Sterne gegen Leutzscher Kreuzritter

Warum das Spiel Roter Stern gegen SG Leutzsch schon im Vorfeld brisant ist

Beim Pokalderby treffen zwei Welten aufeinander: Das politische Engagement des Roten Sterns gegen Faschismus im Fußball und das traditionsbewusste und bei einigen Fans nach rechts offene Selbstverständnis der Leutzscher.

Das für kommenden Sonntag, den 4.9., angesetzte Landespokalspiel zwischen den beiden Vereinen Roter Stern Leipzig und Spielvereinigung Leipzig-Leutzsch wird aus Sicherheitsgründen nicht wie vorgesehen im Sportpark Dölitz, der Heimspielstätte der »Sterne« sondern im Stadion des Gegners, dem Alfred-Kunze-Sportpark in Leutzsch stattfinden.

Das wäre an sich keine besondere Nachricht wert. Das Klassifizieren von Sicherheitsspielen und das Abtreten von Heimspielrechten ist schließlich ein übliches, wenn auch für die Betroffenen ein lästiges und unerfreuliches Vorgehen im Fußball. Im Falle des anstehenden Sonntagsderbys kommen jedoch Faktoren zusammen, die der Sache eine zusätzliche Brisanz verleihen und die zeigen, dass es hier um mehr oder gar etwas ganz anderes geht, als Fußball. Ein Blick auf die Hintergründe: (mehr …)

und der Rest der ist sowjetsch

Mittwoch, August 31st, 2011

Das RSL Team „1. Herren“ hat das „glückliche“ Los gezogen und darf am kommenden Sonntag im Pokalspiel gegen die „SG LL“ antreten. Deren Fanklientel setzt sich z.T. aus Nazis, die sich auch als solche bezeichnen würden und Menschen die mit deren Einstellungsmuster zumindest kein Problem haben bzw. diese teilen. Was prinzipiell auf das gleiche raus läuft.

Im Vorlauf dieses Spiels wurde u.a. schon der Austragungsort gewechselt und die ersten Provokationen ließen auch nicht auf sich warten. Diese bestätigen mal zumindest nationalistische Einstellungen einiger Leipziger „Fußballfans“.
Einen ersten Überblick bietet ein Artikel bei chemieblogger.de den wir euch hiermit empfehlen: „Kreuzritter wider dem Kommunismus“ bei chemieblogger.

Sie nennen es Provokation – Wir finden darin nur eine Bestätigung für die Notwendigkeit der „Politik im Stadion“ etwas entgegen zu setzen, solange diese aus menschenverachtenden Überzeugungen besteht.

Eine ausführliche Dokumentation der Ereignisse um das Spiel selber folgt…

Was Sie über den DFB vielleicht noch nicht wussten

Dienstag, April 26th, 2011

Am Ostermontag spielte die 1. Herren des RSL auswärts gegen den SV Zschepplin.
Am Acker angekommen, fiel den Fans zuerst das übliche Polizeigroßaufgebot ins Auge. Neben den sehr motiviert wirkenden Einsatzkräften, sorgten ca. 47.000km rot-weißes Absperrband, welches einmal komplett um den für uns vorgesehen Bereich flatterte, für noch mehr Sicherheit.

Als die Beamt_innen die von RSL Fans mitgebrachten Transparente (im Fachjargon: „politische Gegenstände“, siehe Arenaordnung Süptitz) entdeckten, wollten sie diese nicht mit rein lassen. Wegen politische Inhalte und Provokation und so, verstehste?! (Auf einem Transparent, ist angeblich ein Elefant und ein Hakenkreuz abgebildet. Unfassbar!)

Mittlerweile hat sich bei den Auswärtsfans aber die Regel „Wenn wir nicht unsere Transparente drinnen aufhängen dürfen, dann hängen wir und die Transparente eben draußen rum“ durchgesetzt. An der Stelle weicht die oft proklamierte „Politische Neutralität“ (Erklärung folgt weiter unten) der Vereine dann aber aber genau so oft, der grausigen Vorstellung auf den Jahresumsatz durch Bier- und Grillgutverzehr durch die zahlreichen RSL’er_innen verzichten zu müssen.

Daraufhin kam es zu einem „geheimen“ (bzw. abseits der Fans abgehaltenen) Gespräch (mehr …)

Hilfe, der RSL kommt

Sonntag, April 17th, 2011

Das für den vergangenen Samstag angesetzte Spiel der 1. Herren RSL gegen den SV Süptitz wurde vom Verband verschoben. Die Begründung: Polizeilicher Notstand!

Nachdem für das Auswärtsspiel gegen Schildau, das Heimrecht gedreht wurde (siehe hier), hatten sich Nazis wohl überlegt die nächste „Gelegenheit“ in Süpitz wahrzunehmen. Und wenn selbst die Polizei schon was ahnt, dann müssen es die Spatzen schon ziemlich laut von den Dächern gepfiffen haben. (mehr …)

TSV Schildau (fast) vom Antisemitismus in den Ruin getrieben

Dienstag, März 29th, 2011

Am kommenden Sonntag wäre der RSL nach Schildau gefahren. Aber nun kommt Schildau (doch nicht) zu uns. Wieso, Weshalb, Warum….

[Update]Schildau ist zum Spiel, wegen  „Personalmangel“ nicht angetreten. 2:0 für den RSL![/Update]

Aus der LVZ vom 25. März 2011:

Heimrecht-Verzicht

Angriffe auf Roter Stern befürchtet

Schildau. Die Angst muss groß sein, wenn sich Bezirksklassenvertreter TSV 1862 Schildau rund 1500 Euro entgehen lässt.
Der Verein verzichtet auf den Heimvorteil am 3. April gegen die Fußballer des souveränen Tabellenführers
Roter Stern Leipzig und damit auf die zu erwartende Einnahme, weil die Verantwortlichen Ausschreitungen sowie
Schmährufe einzelner Zuschauer gegen die politisch links orientierten Messestädter erwarten.
Dazu war es bereits beim Gastspiel der Leipziger in der vergangenen Saison gekommen. Am 12. Mai hatte ein
rechtsradikaler Mob die Polizei angegriffen, die ein Aufeinandertreffen mit den 300 Sterne-Fans verhindern wollte.
Unter die insgesamt 510 Zuschauer hatten sich 60 zunächst unauffällige Nazis gemischt.

Unauffällig sieht anders aus. Wir erinnern nochmal an die schönen Transparente, die die Nazis damals entrollten: [Bericht vom Auswärtstspiel im Mai 2010]

Desweiteren sind die „Schildauer Jungs“, kein x-beliebige Provinz Jugendgang, sondern eine Kameradschaft mit „der längsten Kontinuität in der Region“. [Quelle: Situationsanalyse, Kulturbüro Sachsen]
Diese fahren übrigens auch gerne mal nach Tschechien um sich ihre Dosis Nazimusik abzuholen.[Liebesgrüße an die Schildauer Jungs bei Aryan Music (2004)]

Eine Wiederholung wollen die TSV-Verantwortlichen ausschließen.
„Wir hätten das Geld vom Roter-Stern-Spiel gut gebrauchen können. Aber wir haben auch Angst vor einem Vorfall wie im November hier gegen Radefeld, als uns danach das Sportgericht wegen eines angeblichen Zwischenrufs eines Zuschauers zu einer Strafe von 500 Euro verurteilte“, sagt Schildaus Stadionsprecher Lutz Herre.
Er stand in der Nähe des damaligen „Tatorts“, (mehr …)

Good night left side, Thor Steinar, Schenkenberg

Dienstag, Februar 15th, 2011

Am vergangenen Samstag war es soweit. Die RSL Fans durften ihr Team (1. Herren) in Schenkenberg bei ihrem ersten Punktspiel im neuen Jahr anfeuern.

Die Polizei wartete mit einer Überraschung auf. Und zwar mit einem größeren Aufgebot als sonst. Aufgrund des am folgenden Sonntag stattfindenden Naziaufmarschs in Dresden, waren wohl mehr als genug Beamte in Sachsen. Und so wurde das Spiel offensichtlich als „Lehrstück“ für die jungen Beamt_innEn genutzt. Diese standen am Einlass herum, oder durften davor in „Abmarschformation“ (in 2er Reihen hintereinander stehend) verharren. Dabei verhielten diese sich anfänglich zurückhaltend und kramten höchstens mal in den Rucksäcken der Zuschauer rum und filmten die von RSL Fans aufgehängten Banner ab.

Trotz der unmittelbaren Nähe Schenkenbergs zu Delitzsch, blieb der vermutete Andrang lokaler Nazis vorerst aus. Nach einer Weile kam dann auch die Zapfanlage, getragen von einem jungen Mann mit einer schicken Jacke. Vorne mit einem schicken T und S und hinten mit dem Schriftzug „Steinar“ bestickt. Erwartungsgemäß reagierten die Verantwortlichen für „Wurst und Bier“ mit Ignoranz, auf den Hinweiß das ihr Kollege Naziklamotten trägt.

[Ergänzender Kommentar] Ergänzend sollte aber auch nicht unerwähnt bleiben, dass unser hübscher Bierkutscher nach Hinweis durch die RSLer von seinem Vereinspräsidenten dazu aufgefordert wurde, die TS-Jacke auszuziehen oder wegzubleiben. Er hat sich dann kurz verpisst und ne andere Jacke drübergezogen. Muss man dem Verein zu Gute halten. Waren die ersten auf unserer Tournee, die sich die Problematik in Ruhe angehört haben und entsprechend reagierten.


Der erfahrene Blick erkennt sofort: Das ist Markenware!

Gegen Ende der 1. Halbzeit gesellten sich dann 2 junge Männer zu den RSL Fans. Einer trug einen „Let’s fight left side“ Aufnäher auf der Jacke und wurde deswegen von umstehenden RSL Fans zum gehen aufgefordert. (mehr …)

Pressespiegel: Hallenturnier in Beilrode ’11

Donnerstag, Februar 10th, 2011

Berichterstattung zu den antisemitischen (Aus)Vorfällen:

dokumentierte (offline) Presseartikel:

  • Torgauer Zeitung (Januar 2011):
Nur Plattform für Chaoten?

Fußball (TZ/LAND). Angesichts des Großaufgebots an Polizei sowie Security in und um die Beilroder Ostelbienhalle geriet der Fußball am Samstagnachmittag fast zur Nebensache. Einmal mehr brach sich bei Spielen mit Beteiligung des Roten Sterns Leipzig der Stumpfsinn hohle Bahn: Ungefähr 30 Personen, die eindeutig dem rechten Spektrum zuzurechnen und teilweise vermummt waren, provozierten mit Gesängen weit unter der moralischen Gürtellinie wie „Ostdeutschland – Naziland.“

Einzig und allein dem besonnenen und bestimmten Auftreten des Turnierleiters des Sächsischen Fußballverbandes, Eberhard Sowa, der per Mikrofon klare Ansagen machte, und der Polizei war es zu verdanken, dass es „nur“ bei verbalen Scharmützeln blieb. Die Beamten räumten schließlich den Block, als die unterirdischen und menschenverachtenden Sprechchöre nicht verstummten. […]

und als wäre das alles nicht schlimm genug:

[…] Der gastgebende FSV Beilrode 09 musste zudem die kurzfristigen Absagen von Eilenburg und Taucha zur Kenntnis nehmen, sodass aus zwei Staffeln eine wurde.

  • Interview mit Torgaus Revierleiter Jens Galka in der Torgauer Zeitung (Januar 2011)

TZ: Konnten Sie den Einsatz als Erfolg verbuchen?
Jens Galka: Es war ein guter Einsatz. Das Turnier ist ohne große Störungen vonstatten gegangen.

Ohne große Störungen?
Mit den Veranstaltern war abgesprochen, dass wir den Außenbereich sichern und bereit stehen, wenn die Security-Kräfte in der Halle mit einer Situation überfordert sind. Das war der Fall, als eine Gruppe Jugendlicher sich vermummte und nazistische und antisemitische Parolen grölte. Daraufhin wurde beschlossen, diese Personen zu entfernen.

Das hat die Polizei übernommen.
Wir haben 36 Jugendliche aus der Halle gebracht und Platzverweise ausgesprochen. Die Jugendlichen haben auch keinen Widerstand geleistet, sodass alles gewaltfrei passieren konnte.

Gab es nach dem Rauswurf ein Nachspiel?
Drinnen und draußen ist ruhig geblieben. Das Turnier verlief von da ab ohne weitere Zwischenfälle. Allerdings müssen sieben der Störer mit Anzeigen rechnen.

Woher kamen die Störer?
Sie gehörten zu keiner Mannschaft, kamen zum Teil direkt aus der Gegend, oder waren von weit angereist.

Wie viele Kräfte waren im Einsatz, woher kamen sie?
Wir hatten 60 Kolleginnen und Kollegen aus dem Revier, der Polizeidirektion und der Bereitschaftspolizei im Einsatz. Nach unseren Erfahrungen mit Spielen von Roter Stern auf hiesigen Plätzen waren wir gewarnt.

Wie lief die Zusammenarbeit mit den Veranstaltern?
Problemlos. Es hatte bereits Ende Dezember Vorberatungen gegeben. Die Aufgaben war klar verteilt. Es herrschte auch Einigkeit, als es darum ging, die Störer aus der Halle zu bringen. Diese Grölereien warfen schließlich kein gutes Licht auf die Veranstaltung.