Posts Tagged ‘Roter Stern Leipzig’

Wir sind hier nicht im Judenland

Montag, Januar 17th, 2011

Witterungsbedingt sind in letzter Zeit ja viele Spiele ausgefallen. Umso größer war die Freude bei vielen RSL Fans, auf das anstehende Hallenturnier in Beilrode. Beilrode bei Torgau. Da konnte mensch schon davon ausgehen, das sich lokale Nazis die Gelegenheit nicht entgehen lassen würden, den ewigen „Nörglern“ vom RSL eine Aufwartung zu machen.

In Beilrode machte uns aber zuerst die Polizei (Interview mit dem Einsatzleiter) mit 60 Beamt_innEn ihre Aufwartung. Wie so oft, gab es getrennte Zugänge. Der Hintereingang für den RSL und der Haupteingang für alle anderen. Zu „den Anderen“ zählte dann auch eine 36 Menschen zählende Ansammlung von Nazis aus Nah und Fern. (mehr …)

Noch immer nichts dazugelernt: neue Ausgabe „Leipziger Zustände“

Mittwoch, Dezember 15th, 2010

Das Projekt ChronikLE hat eine neue Ausgabe der Broschüre „Leipziger Zustände 2010“ herausgebracht. Darin befindet sich auch ein zusammenfassender Artikel über die Zustände und Anfeindungen im Provinzfußball, mit der sich Spieler_innen und Fans des RSL immer wieder konfrontiert sehen.

Die Broschüre könnt ihr hier [pdf] runterladen. Den Artikel „Noch immer nichts dazugelernt“ findet ihr ab Seite 44.

Ein Jahr danach – das ist euch doch ganz Recht geschehen, ihr Zecken

Sonntag, Oktober 24th, 2010

Heute ist es genau 1 Jahr her, dass das Fußballspiel von Roter Stern Leipzig in und gegen Brandis, von ca. 50 Nazischlägern gezielt überfallen wurde. Einige Betroffene werden die physischen, wie psychischen Auswirkungen des Überfalls noch lange und zum Teil lebenslang mit sich tragen müssen. Einige Täter wurden schon verurteilt, andere warten noch auf ihren Prozess.
Und wärend sich hierzulande Brandistäter als „Security“ auf hiesigen Festivals oder beim Familienfest der LVB verdingen, werden Linke Fans in der Ukraine und Russland von Nazihools mit Äxten angegriffen.

Und immer, und immer wieder: „Politik raus aus dem Stadion“, „Die sind nicht von hier/haben wir hier noch NIE gesehen“, „Das schadet dem Ansehen des Vereins/der Stadt“, „…möchten wir sie als Verein darauf hinweisen, das wir keinerlei politische Äußerungen, inklusive Transparente mit politischen Äußerungen auf unserem Fußballplatz dulden werden“, „Man solle zwischen Politik und Fußball unterscheiden.“, „Ich kenne ihn nur als Fußballer und weiß nicht, was er in seinem privaten Leben macht“ und so weiter und so fort.

Ein Jahr danach: Heimspiel RSL gegen ESV Delitzsch. Es ist zweite Halbzeit. Fans des RSL entrollen eine Tapetenrolle. Auf der steht „24.10.09 – Never forget“. Es wird still unter den Fans. Das Spiel läuft weiter. Ein Delitzscher Spieler, der den Schriftzug liest, sagt zu einem RSL Spieler: „Das geschieht euch recht, Zeckenpack!“.

Wirgeben keine Ruhe

Roter Stern Leipzig: hetzerisch und linksradikal (Update)

Mittwoch, September 22nd, 2010

Reist der Rote Stern Leipzig zwecks Auswärtsspiel in die Provinz, dann fallen mit aller Regelmäßigkeit auch Nazis aus dem Himmel, direkt in die Zuschauermenge des gastgebenden Vereins. Jedenfalls sind dann die Nazis, laut den Ortsansässigen,  „noch nie hier gewesen“ und schon garnicht „von hier“. Im selben Atemzug bekommt mensch auch gleich noch mitgeteilt, dass „die“ nur deswegen da sind, weil wir da wären. Genau so, siehts aus! Doch nun wendet sich das Blatt.

Denn nun ist Schluss mit der „linksradikalen Hetze durch den Roten Stern Leipzig“. NPD Kandidat und Blue Caps (mehr …)

Sächsisches Sportgericht vs UEFA feat. DFB

Dienstag, Juni 1st, 2010

Am heutigen Tag hat das Sportgericht gleich 2 Entscheidungen bzgl. des RSL fällen müssen. Zum Ersten die Berufung von Ablass-Mügeln und zum Zweiten den Spielerausschluss beim Heimspiel der RSL’er gegen Oschatz. Und nun zu den Urteilen: (mehr …)

Politik raus aus dem Stadion

Donnerstag, Mai 27th, 2010

„Alles Chaoten hier“ murmelte ein älterer Herr, als er an den Ordnern vorbei Richtung Sportplatz ging. Das Spiel gegen Oschatz fand nicht statt. Wieso es dazu kam, könnt ihr u.a. hier lesen:

Bericht folgt…vorest nicht. Da es nichts Neues zur Sachlage zu berichten gibt, weisen wir euch auf die Debatte die im Gästebuch des RSL und im Forum von leipziger-fussball.de geführt wird hin. Daraus möchten wir 2 Beiträge besonders hervorheben. Um diese in Gänze zu verstehen, sollte mensch sich die Debatte vorher zu Gemüte führen!

Im Gästebuch schreibt J am 28.5.2010 (mehr …)

Kiezkicker: The Great Eintrittsgeld Swindle

Mittwoch, Mai 19th, 2010

Mit freundlicher Genehmigung der Kiezkicker Redaxion präsentieren wir euch einen Artikel aus der 3. Ausgabe des Kiezkickers (vom 09.05.2010):

The Great Eintrittsgeld Swindle

Wie ihr sicher alle mitbekommen habt, haben wir im Vorfeld des Wiederholungssieles gegen den FSV Brandis in Beucha den Vereinsvertreter_innen die Zusage abgerungen, dass der erzielte Gewinn aus den Eintrittsgeldern den Verletzten vom 24.10.09 zugute kommen. Trotz dem ganzen Bullshit, den Vertreter_innen des FSV Brandis nach dem Nazi-Überfall von sich gegeben haben, empfanden wir diese Absprache als verbindlich. Im Glauben an „das Gute im Brandiser“ waren wir so naiv und haben ihnen sogar vereinbarungsgemäß das Geld der von uns in den Fanbussen verkauften Karten in die Hand gegeben – 500 Euro. Ein schwerer Fehler (und eine Riesendummheit) von uns, hatten wir euch doch noch in den Fanbussen motiviert den Eintritt zu bezahlen, schließlich sollte er für den guten Zweck sein. Die Ernüchterung erfolgte 10 Tage später beim Rückspiel im Sportpark Dölitz. Gerd Große, Pressesprecher des Vereins, überreichte uns voller Überheblichkeit 150 Euro. Ein schlechter Witz – bei circa 700 Zuschauern und einem Eintrittspreis von 2 Euro kann sich jedeR ausrechnen, um was der FSV Brandis uns bzw. die Verletzten betrogen hat. Dabei war Große sich nicht zu dumm, zu betonen, (mehr …)

Schildbürgerstreiche: Der RSL kommt zu Besuch

Donnerstag, Mai 13th, 2010
Das Spiel

Das Wichtigste zuerst: Die Spieler des Roten Sterns haben 0:1 gegen Schildau gewonnen. In der 1. Halbzeit war der Schiri partout in gewillt die Fouls der Schildauer Spieler mit entsprechenden Karten zu quittieren und beließ es nur bei Verwarnung, obwohl einige Fouls kaum einer Diskussion bedurften. Nachdem er aber in der 2. Halbzeit das Spiel weiterlaufen lies während sich 2 Spieler (RSL und Schildau) offensichtlich stärker verletzt am Boden wälzten, kam er nicht mehr umhin Konsequenzen zu ziehen und es hagelte gelbe Karten für RSL und Schildau. Die Schildauer spielten weiterhin aggressiv und alsbald schickte der Schiri 2 Schildauer mit gelb-rot/rot vom Platz. Irgendwann schoss Fetti den RSL durch Elfmeter in Führung und der Drops war gelutscht. Endstand: 0:1
Die Details lest ihr dann besser im Spielbericht (mit Fotos!) bei roter-stern-leipzig.de

Das Dorf

In Schildau angekommen durften wir uns am Marktplatz auch gleich die ersten „Schildauer Jungs“ und Mädchen angucken. Bei den „Schildauer Jungs“ [PDF: Naziszene in und um Torgau] handelt es sich im eine in Schildau aktiv gewesene Kameradschaft, von der mensch aber lange nichts mehr gehört hat. Das könnte u.a. daran liegen das eine aktive Kameradschaft in Schildau einfach nicht mehr nötig ist, da in der Bevölkerung kein Widerstand mehr vorhanden ist und nur noch geschwiegen bzw. im Stillen zugestimmt wird.

Am Sportplatz angekommen, wurden wir sogleich von einem riesigen Aufgebot an „Grün“ in Augenschein genommen. Diese Beamt_innen waren aber sichtlich entspannt und überließen die Eingangkontrollen dem Sicherheitsdienst. Nachdem mensch 2,50€ bezahlte und das Stadionheft in Empfang genommen hatte, ging es auf den Platz. Im Stadionheft wurden die bisherigen Leistungen des RSLs als „in der Hinrunde sehr erfolgreich“ beschrieben und das die Mannschaft „seit der Rückrunde etwas geschwächelt hätte“. Die Ursachen dieser Entwicklung verschwieg mensch.

Die „Fans“

Dafür waren die „Ursachen“ aber schon zu etwa 30 Personen auf der gegenüberliegenden Seite aufgelaufen. (mehr …)

Kopfstoß.FM: RSL Spieler berichtet über Mügeln

Montag, Mai 10th, 2010

Quelle: Frei Radios

Anhören: Fußball in der beschädigten Welt – Erfahrungen des \“Roten Stern Leipzig\“

Fußball in der beschädigten Welt – Erfahrungen des „Roten Stern Leipzig“

Kurzbeschreibung
Am 24. April gab es in der Stadt, die vor drei Jahren durch eine Hetzjagd auf acht Inder berühmt wurde, einen Spielabbruch eines Fußballspieles, den anwesende Neonazis durch antisemitische und rassistische Sprechchöre provozierten. Es war ein Auswärtsspiel des Roter Stern Leipzig(RSL), der gegen den SC Mügeln-Ablass antreten sollte. Was in Mügeln los war, war außergewöhnlich und ist dennoch Alltag. Radio Corax sprach mit einem der Spieler des RSL über diesen (Fußball)Alltag in der sächsischen Provinz, die Anfeindungen gegen den Antirassistischen Verein, die Berichterstattung in den lokalen Medien und die Konsequenzen für diejenigen, die jedes Wochenende unter Polizeischutz Fußball spielen müssen.

http://kopfstoss.fm/

Was kostet Rassismus und Homophobie? [Update]

Samstag, Mai 8th, 2010

Gestern tagte das sächsische Sportgericht bezüglich der Partie „Mügeln Ablass – Roter Stern Leipzig“ und stellte Erstaunliches fest. Das Spiel wurde für den RSL gewertet!

Das diese Entscheidung richtig ist, ist wohl klar. Dennoch hatten nicht wenige überhaupt damit gerechnet. Betrachtet mensch die Urteile die bezüglich Brandis  gefällt wurden und geht mensch davon aus das es sich um das selbe Sportgericht handelt, fragt mensch sich schon wieso es (in diesem Fall) zu dieser Kehrtwende kommt. Mensch könnte  vermuten das es da einen Rüffel „von oben“ gegeben hat. Das ist aber nur Spekulation.

Kommen wir nun wieder zu den Tatsachen: Der RSL muss 150€ Strafe für (mehr …)